Auf und Ab der Elektroindustrie: Nach drei schwachen Monaten befinden sich die Auftragseingänge wieder im Aufwind.

Auf und Ab der Elektroindustrie: Nach drei schwachen Monaten befinden sich die Auftragseingänge wieder im Aufwind.Jolin – Fotolia.com

Insgesamt stiegen die Auftragseingänge um 3 %. „Getrieben wurde das Wachstum aus dem Nicht-EURO-Ausland“, erläutert ZVEI-Chefvolkswirt Dr. Andreas Gontermann. „Während die Inlandsbestellungen ihren Vorjahreswert um 3% verfehlten, legten die aus dem Ausland um 9 % zu. Kunden aus der Eurozone bestellten allerdings 5,5 % weniger, Abnehmer aus Drittländern dagegen 19 % mehr.“

In den Monaten Januar bis Oktober 2012 zusammengenommen blieben die Auftragseingänge der Branche 8 % unter denen im Vorjahr. Die Inlandsbestellungen gingen um 14 % zurück, die Auslandsbestellungen um 2 %. Während Kunden aus dem Euroraum hier 8 % weniger orderten, bestellten Abnehmer aus dem Nicht-Euroraum 2 % mehr.

„Auch der Umsatz im Oktober 2012 hat im Vergleich zum Vorjahr wieder zugenommen. Insgesamt wuchs er um 2 % auf 14,7 Milliarden Euro“, erklärt Gontermann. Einem Rückgang des Inlandsumsatzes um 3 % auf 7,8 Milliarden Euro stand ein Anstieg der Auslandserlöse um 8 % auf 6,9 Milliarden Euro gegenüber. Mit ausländischen Kunden aus der Eurozone setzte die Elektrobranche 5 % weniger um, mit Kunden aus Drittländern aber 18 % mehr.

Im Gesamtzeitraum von Januar bis Oktober dieses Jahres blieb der Branchenumsatz mit 143,7 Milliarden Euro knapp 2 % unter seinem Vorjahreslevel. Hier ging sowohl das Geschäft mit inländischen als auch das mit ausländischen Kunden gleichermaßen um 2 % zurück. Wiederum gingen die Umsätze mit der Eurozone zurück – hier um 5 % –, wohingegen die Erlöse mit Kunden aus der Nicht-Eurozone um 1 % stiegen. Inlands- und Auslandserlöse beliefen sich in den ersten zehn Monaten 2012 insgesamt auf 75,4 und 68,3 Milliarden Euro.

Das Geschäftsklima in der deutschen Elektroindustrie trat im November dieses Jahres mehr oder weniger auf der Stelle. Die Erwartungen für die kommenden sechs Monate hellten sich aber etwas auf.