Der Markt für Elektronische Bauelemente in Deutschland wird nach Ansicht des Zentralverbandes Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI) e. V. im Jahr 2002 in Summe noch einmal um neun Prozent zurückgehen. Die Branche stellt sich jedoch auf wieder steigende Umsätze zum Jahresende hin ein. Für 2003 seien die Aussichten besser und es ist mit Wachstum zu rechnen.


„Das Schlimmste scheint hinter uns zu liegen,“ stellte Dietmar Harting (Foto), Vorsitzer des ZVEI-Fachverbandes Bauelemente der Elektronik und zugleich Präsident des ZVEI, mit Blick auf die Geschäftsentwicklung des letzten Jahres fest. „Im Jahr 2001 haben wir ein tiefes Tal durchschritten, in den ersten Monaten des laufenden Jahres gibt es jedoch erste Indikatoren für eine Verbesserung.“ Mit dem erwarteten Anspringen der Konjunktur im weitern Jahresverlauf werde eine Belebung des Bauelementemarktes einher gehen, da in allen Bereichen der Elektrotechnik immer mehr Elektronische Bauelemente eingesetzt werden, so Harting.


Im Jahr 2001 verzeichnete der deutsche Markt einen vergleichsweise moderaten Rückgang von neun Prozent, während der Weltmarkt für Elektronische Bauelemente 2001 um mehr als 20 Prozent einbrach. Damit ist der Anteil des Marktes in Deutschland von fünf auf sechs Prozent des Weltmarkts gestiegen.


Der deutsche Bauelementemarkt erreichte im vorangegangenen Jahr ein Gesamtvolumen von 18,3 Mrd. Euro nach 20,1 Mrd. Euro im Jahr 2000. Die Entwicklung in den einzelnen Segmenten der Branche verlief uneinheitlich. Die Aktiven Bauelemente, dazu gehören Halbleiter, Displays und Bildröhren, verzeichneten mit minus 13 Prozent den stärksten Rückgang. Sie sind mit einem Gesamtvolumen von fast 11,7 Mrd. Euro und einem Anteil von über 60 Prozent das größte Segment, des Inlandsmarkts für Elektronische Bauelemente.