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Vom 3. bis 5. März 2009 fand die embedded world in Nürnberg statt. Trotz der momentan schwierigen wirtschaftlichen Situation untermauerte die Messe erneut ihre zentrale Bedeutung für die internationale Embedded-Community. 704 Aussteller (+4%) aus aller Welt präsentierten das gesamte Spektrum der Embedded-Systeme: Hard- und Software, Tools sowie Dienstleistungen. Auch in der Fläche legte die größte Embedded-Veranstaltung nochmals um über 5% zu. „Wir sind mit der embedded world 2009 sehr zufrieden.

Das Wachstum an Ausstellern und Fläche sowie die 15850 qualifizierten Fachbesucher – das zweitbeste Besucheraufkommen in der Geschichte der embedded world – zeigen deutlich, dass die weltweite Embedded-Community voll auf die embedded world setzt. Sie ist hier zu Hause. Das bestätigten uns Aussteller wie Fachbesucher eindrucksvoll“, erklärt Alexander Mattausch, Projektleiter der Messe. 2008 wurden noch 17341 Besucher gezählt. Einen kleinen Ausschnitt der gezeigten Produkte haben wir für Sie zusammengestellt.

Toshiba erweiterte seine Familie der ARM Cortex-M3 µCs um einen hochleistungsfähigen, Strom sparenden 32-Bit-Baustein, der eine genaue, hardwarebasierte Vektorsteuerung hochwertiger 3-Phasen-Antriebe ermöglicht. er TMPM370FY im 100poligen QFP eignet sich zur Antriebssteuerung in Haushaltsgeräten und industriellen Anwendungen, in denen er die Anzahl zusätzlicher Komponenten verringert und Vorteile gegenüber MCU-basierten softwarebetriebenen Vektorsteuerungen bietet. Auf der Basis des ARM Cortex-M3 Cores (80 MHz) arbeitet der neue Baustein mit einer 5-V-Versorgung und enthält Toshibas proprietäre, programmierbare Antriebstechnik PMD3+, eine Vektor-Engine (VE) mit 12-Bit-ADC und ein umfangreiches Paket an Peripherie und Schnittstellen. Damit werden Anwendungen vereinfacht, die eine präzise Regelung sensorloser oder mit Sensoren ausgestatteter bürstenloser 3-Phasen-Gleichstrommotoren oder 3-Phasen-Induktionsmotoren erfordern.

Der Mikrocontroller R32C111 von Renesas, gesehen am Stand von Glyn, ist ein mathematisch begabter großer Bruder des M16C mit 32-Bit-Architektur, Floating Point Unit, MAC-Unit und 50 MHz Taktfrequenz . Der R32C basiert auf der M16C-Familie, so dass der Upgrade zu diesem viel leistungsfähigeren 32-Bit-System sehr leicht fällt. Er ist pin- und funktionskompatibel zu seinen Brüdern M16C (16-Bit) und M32C (32-Bit). Dies ermöglicht ein einfaches und schnelles Aufrüsten von älteren Applikationen. Die 32-Bit CPU besitzt eine eigene FPU, die für eine Multiplikation zweier Zahlen eine Steigerung um den Faktor 7 ermöglicht. Betrachtet man die Berechnung von ganzen Zahlen, so ist auch hier eine hohe Rechengeschwindigkeit möglich. Durch die schnelle CPU benötigt eine 32-Bit Register/Register Integer-Multiplikation nur noch 20ns, die entsprechende 32-Bit Division nur 360ns bei 48MHz Core Takt. Für einen schnellen Einstieg in die Features des neuen Controllers steht ab sofort ein Glyn R32C-Carrierboard zur Verfügung. Infineon präsentierte einen ganzen Strauß an neuen Mikrocontroller mit 8-, 16-, und 32-Bit. Die XC864-Serie erweitert die XC800-µC-Familie mit skalierbarer Performance. Entwickelt für kostenkritische Motorantriebe, kombiniert die XC864-Serie in einem Platz sparenden TSSOP-20-Gehäuse einen Standard-8051-Core mit 4 KByte Flashspeicher und leistungsfähiger Peripherie auf dem Chip. Die XC864-Serie verfügt über eine interne Takt-Versorgung und einen Embedded-Spannungsregler für eine Versorgung mit 3,3 V bis 5,0 V. Zu den typischen Anwendungen zählen elektrische Fahrräder (E-Bikes), DC-Lüfter, Schrittmotoren und HID(High Intensity Discharge)-Beleuchtungssysteme sowie Haushaltsgeräte und Elektrowerkzeuge.

Infineon erweitert sein Produkt-Portfolio mit Hot-Varianten für besonders anspruchsvolle Arbeitsbedingungen mit Umgebungstemperaturen bis zu 140°C. Die µCs XE162M, XE164M und XE167M sind für eine große Bandbreite von leistungsfähigen Echtzeit-Motorsteuerungen wie in Servoantrieben, HVAC-Kompressoren und -Gebläsen, Pumpen, anspruchsvollen Sensor-Applikationen und Stromversorgungen ausgelegt. Die Serie XE166M bietet zusätzliche Sicherheitsfunktionen für SIL3-Anwendungen und enthält 64-polige Bausteine (die XE162M-Varianten) mit kleiner Bauform. Außerdem bietet die XE166M-Serie eine hohe CPU-Performance mit erweiterten I/O-Fähigkeiten sowie ein flexibles Power-Management und autarke Peripheriefunktionen. Die flexible, konfigurierbare serielle Schnittstelle USIC unterstützt verschiedene Protokolle wie ASC und SCC (Asynchronous und Synchronous Serial Interfaces), I2C, LIN und die Kommunikation mit SD-Speicherkarten. Der Mikrocontroller XE166M kombiniert einen erweiterten C166S-V2-Core mit umfangreicher Peripherie und On-chip-Speicher.

Alle drei Bausteine der XE166M-Serie bieten Embedded-Flash, MPU , ECC für SRAM und Flash sowie einen „Memory Checker” zur Sicherstellung der Datenintegrität. Weitere Funktionsmerkmale sind eine 80-MHz-CPU, einen MAC für DSP-Funktionen, ein schnelles Interrupt-Handling, schnelle, hochauflösende ADC und ein Debug-System für eine effiziente Software-Entwicklung.

Infineon erweitert außerdem seine 32-bit-Mikrocontroller der AUDO-Future-Familie um zwei Derivate: TC1167 und TC1197 adressieren anspruchsvolle industrielle Echtzeit-Anwendungen wie mehrachsige Steuerungen mit bis zu fünf 3-phasigen, komplementären PWMs. Dabei unterstützen die µCs verschiedene Modulations-Strategien wie Space Vector Control oder Direct Torque Control. Zu den umfangreichen Peripheriefunktionen gehören eine flexible Timer-Einheit (GPTA) für die komplexe Signal-Erzeugung mit digitaler Signalfilterung, schnelle und mehrkanalige AD-Wandler, MultiCAN-Module, ASC- und SSC-Schnittstellen sowie ein Micro Link Interface (MLI) als Schnittstelle zu weiteren Controllern. Das flexible GPTA-Konzept ermöglicht skalierbare Motorsteuerungs-Lösungen und die autonome, kohärente PWM-Generierung für hoch effiziente Antriebe. Ein komplettes Emulation-Kit für die Mikrocontroller-Familien XC2000 und XE166 von Infineon Technologies präsentierte pls Programmierbare Logik & Systeme auf der embedded world 2009.

Herzstück des Hard- und Softwarekits ist das Emulation-Device XC2000ED, das zusätzlich zu den Serienchip-Funktionen über einen On-Chip-Emulator mit Trace-Speicher für Aufzeichnungen des Programm-/ Datenflusses sowie das Profiling verfügt. Die komplexe interne Emulatorlogik ermöglicht eine gezielte Beobachtung aller relevanten Systemvorgänge.

Das Emulation Device XC2000ED ist wahlweise auf einem Evaluationboard aufgelötet oder mit Hilfe eines Einlötsockels austauschbar montiert. Zu den weiteren Bestandteilen des Kits gehören neben der Debugger-Software Universal Debug Engine (UDE) und dem Universal Access Device (UAD) für den schnellen Target-Zugang via JTAG oder Device Access Port (DAP) auch der Universal Emulation Configurator (UEC) von pls, der eine einfache Nutzung des On-Chip-Emulators über eine grafische Bedienoberfläche ermöglicht. Für den schnellen Einstieg beinhaltet das Tool-Kit abgestufte Bibliotheken. Diese lassen sich sowohl für Standard-Messaufgaben als auch für das einfache Auffinden schwieriger applikationsspezifischer Fehler nutzen.

Außerdem kann der Anwender die im XML-Format vorliegenden Bibliotheken über die grafische Oberfläche für spezielle Anforderungen beliebig kombinieren, ändern oder erweitern. Das Tool-Kit ermöglicht nicht nur eine schnelle und unkomplizierte Nutzung des On-Chip-Emulators, es garantiert auch größtmögliche Effizienz bei der Fehlersuche. Mit dem PICO820 bringt Axiomtek sein erstes Board im neuen kompakten 2,5“ Formfaktor und den Maßen 100 x 72 mm auf dem Embedded Markt.

Das auf Intels Atom Z500 CPU basierende Pico-ITX Board arbeitet an einfachen 5V und zeichnet sich durch eine geringe Verlustleistung aus. Hierdurch ist eine passive, somit absolut lüfterlose Kühlung möglich. Intels Atom Z500 Serie unterstützt SSE3, Hyper Threading Technologie und Intels Virtualization Technologie. Das Chipset arbeitet mit Intels System Controller Hub US15W. Der Intel GMA 500 Grafikchip bietet 3D Performance und unterstützt CRT und 18/24 bit LCDs. Darüber hinaus stehen auf dem PICO820 Gigabit LAN, 4x USB2.0, 2x serial I/O, S-ATA, CompactFlash, SD Card Slot,HD Audio und Video zur Verfügung. Der Speicher kann bis zu 1 GByte DDR2 SO-DIMM ausgebaut werden.

Fujitsu Microelectronics Europe (FME) erweitert seine High-End-Grafik-Controller-Familie und präsentiert auf der Messe den MB86298 „Ruby“, eine GPU für Grafikapplikationen im Automotive- und Industriebereich. Definiert gemäß OpenGL ES 2.0/OpenVG-1.0, verfolgt Fujitsu mit dem MB86298 ‚Ruby’ Zielapplikationen wie Instrument Cluster (hybrid/virtual), Navigations-/Head Units, HUD oder RSE. Die 90-nm-Technologie ermöglicht die Überlagerung von Computergrafiken und Videodaten. Die programmierbare Rendering-Pipeline ermöglicht anwendungsspezifische Operationen an Koordinaten und Fragmenten und erzeugt mit OpenGL ES 2.0 konformen Geometrie-, Farb- und Beleuchtungsalgorithmen detailreiche und realitätsnahe 2D- und 3D-Grafiken.

Der Video-Eingang hat Anschlussmöglichkeiten für bis zu 4 Datenquellen und unterstützt das parallele Einlesen in den Formaten ITU-R BT 601/656, DRGB 888 (bis zu 1280 Pixel horizontal) und SMTPE 296M, Bildratenanpassung, Farbraumkonvertierung, Up-/ Down-Scaling sowie adaptives De-Interlacing.

NEC Electronics hat in Nürnberg neun neue 32 bit All Flash Mikrocontroller mit integrierter Ethernet-Schnittstelle und chipinternem Flashspeicher angekündigt. Die Produkte sind ideal zur Fernsteuerung und Überwachung von Industrieanlagen und Gebäudemanagementsystemen und umfassen sechs 128-polige Varianten (V850ES/JH3-E) und drei 144-polige Varianten (V850ES/JJ3-E).

Die Produkte verfügen alle über einen IEEE 802.3-kompatiblen Ethernet-MAC-Controller, bis zu 512 KBytes Flashspeicher und 124 KByte RAM (Mit dieser Speicherausstattung erreicht die V850ES/Jx3 Mikrocontrollerfamilie 103 Dhrystone MIPS bei einer Taktfrequenz von 50 MHz) und diverse Peripherieeinheiten, darunter auch eine Full-Speed USB 2.0- und eine CAN-Schnittstelle. Bisher mussten Designer neben einem diskreten Ethernet-Controller auch eine große Menge an externen Speicher für die Netzwerksoftware bereitstellen. Diese wichtigen Leistungsmerkmale sind bei den neuen MCUs von NEC Electronics deshalb bereits eingebaut. Der integrierte Ethernet-Controller und der große chipinterne Speicher schlagen sich in deutlich niedrigeren Systemkosten gegenüber Entwicklungen mit externen Komponenten nieder.

NEC Electronics bietet eine breite Palette an Netzwerksoftware, darunter ein optimierter Ethernet-Treiber und ein schlanker TCP/IP-Stack.

NXP Semiconductors gab die Einführung des IC-Treibers SSL2101 bekannt, mit dem sich erstmals LEDs am Netz betreiben und dimmen lassen. Dabei handelt es sich um ein kompaktes Schaltnetzteil-Controller-IC, das speziell für das Ansteuern von LEDs vorgesehen ist. Mit seinen Dimmfunktionen wird eine weitere Verbesserung der Energieeffizienz von LED-Beleuchtungen ermöglicht.

Der SSL2101 eignet sich zur Ansteuerung von Beleuchtungssystemen mit unterschiedlichem Leistungsbedarf, darunter beispielsweise LED-Nachrüstlampen, LED-Module, Einbauleuchten und LED-Ketten für die Warenpräsentation im Handel. Die Dimmbarkeit des SSL2101 bietet Beleuchtungs-Designern einzigartige Möglichkeiten, energieeffizientere Systeme zu realisieren. Durch seinen hohen Integrationsgrad reduziert der kosteneffektive Baustein den Gesamtaufwand an elektronischen Bauelementen und erlaubt dem Designer, die Vorteile dimmbarer LEDs in vollem Umfang auszuschöpfen, während der Bedarf an Leiterplattenfläche gleichzeitig minimiert wird.

Die Embedded-Wireless-Funk-ICs „EZRadioPRO“ von Silicon Laboratories bieten eine hohe Ausgangsleistung (bis zu +20 dBm) und Empfindlichkeit (-118 dBm) und somit eine Funk-Leistungsbilanz, die den Kommunikationsbereich wesentlich erhöht und die Leistungsaufnahme verringert. Hohe Leistungsfähigkeit und eine Vielzahl Leistungsmerkmale, wie z.B. Packet-Handling, Antennendiversity, integrierte rauscharme Verstärker (LNA – Low Noise Amplifier) und Leistungsverstärker (PA – Power Amplifier) ermöglichen für Frequenzen von 240..960 MHz Lösungen zu geringen Gesamtsystemkosten. Zusammen mit Silicon Labs Low-Power-/Low-Voltage-MCU-Familie C8051F9xx, die ab 0,9V arbeitet, lassen sich damit Embedded-Wireless-Lösungen entwickeln, die mit einer Einzellenbatterie betrieben werden können. In Consumer- und industriellen Anwendungen, wie bei der Fernablesung von Verbrauchszählern, Home Security, Remote Keyless Entry und in der Gebäudeautomatisierung verringern sich damit die Kosten und die Systemgröße.

Durch die Maximierung der Funk-Leistungsbilanz mit Leistungsmerkmalen wie Antennendiversity und Embedded-DSPs, lässt sich in anspruchsvollen Betriebsumgebungen die höchste Leistungsfähigkeit erzielen.

Die MEV Elektronik Service GmbH hat mit Bivar seit der Embedded Messe einen starken Partner im Bereich der Optoelektronik und Beleuchtungstechnologie gewonnen. Bivar ist seit mehr als 40 Jahren am Markt und hat sich in Nordamerika und Fernost längst als feste Größe positioniert. Dieser Erfolg soll nun gemeinsam mit der MEV auf Europa erweitert werden. Bivars Sortiment im Bereich der Optoelektronik umfasst Standardprodukte, wie LEDs, Light Pipes, LED- Assemblies und kundenspezifische LED-Lösungen. Außerdem gehören effiziente und umweltfreundliche LED Beleuchtungen, als standard- oder kundenspezifische Lösung zum Portfolio. Hierbei stehen vor allem Anwendungen in den Bereichen Industrie, Medizin und Verkehrswesen im Fokus.

National Instruments zeigte den Embedded-Controller NI PXI-8110, den industrieweit ersten Quad-Core-Embedded-Controller für PXI-Systeme im U3-Formfaktor. Er verfügt über den 2,26 GHz Core 2 Quad-Prozessor Q9100, bis zu 4 GByte DDR2-RAM mit 800 MHz sowie eine Hochleistungsfestplatte mit 7200 U/Min. Damit ist er der industrieweit schnellste Embedded-Controller in der PXI-Klasse mit 3U. So kann Controller z.B. bis zu 215000 1K-FFTs pro Sekunde durchführen und ist damit ca. 80% schneller als der Dual-Core-Embedded-Controller NI PXI-8108.

Agilent Technologies präsentierte ein Inline-Fehlerinjektionstool (Jammer) für PCI-Express-(PCIe)-Protokolltests. Der PCIe-Jammer Agilent N5323A wird zwischen zwei PCIe-Geräte eingeschleift und ist für diese transparent. Das Gerät kann realen PCIe-Datenverkehr in Echtzeit modifizieren und Fehler emulieren. Fast jeder denkbare Error-Recovery-Testfall kann programmiert werden, darunter korrigierbare und nichtkorrigierbare PCIe-Fehler. Der Anwender braucht keine Skripte zu schreiben; die Fehlerinjektion wird über einen Sequencer mit grafischer Benutzerschnittstelle konfiguriert.

The MathWorks hat sein Release 2009a herausgegeben und stellt damit Updates zu 95 Produkten, einschließlich Matlab 7.8 und Simulink 7.3, zur Verfügung. Matlab unterstützt mit der Parallel Computing Toolbox nun acht Kerne statt bisher vier, und bietet direkte Mehrkernunterstützung für die FFT-Funktionen. Die Curve Fitting Toolbox 2 kann nun auch im dreidimensionalen Raum Oberflächenberechnungen durchführen. Simulationen in Simulink und Stateflow lassen sich jetzt zu beliebigen Zeitpunkten anhalten, abspeichern und wieder starten – auch an einem anderen Rechner. Zwei neue Produkte enthält das Release: Mit Simulink Design Optimization kann man aufgrund von Messdaten oder vorgegebenen Sprungantworten optimieren.

Die Vehicle Network Toolbox ermöglicht es mit Matlab CAN-Datenbanken und CAN-Hardware zu nutzen und zu analysieren. Das Release unterstützt Autosar Version 3.0. Erstmals bietet The MathWorks auch ein Zertifizierungs-Referenzkit an: Das IEC Certification Kit 1.0 richtet sich an Entwickler von Embedded Systemen, die der Norm IEC 61508 genügen sollen. Das Kit verspricht schnellere und leichtere Zertifizierung und enthält neben Prüfdokumenten und Vorlagen einen Verifikations-Workflow.

Green Hills Software hat sich mit der Stollmann E+V GmbH darauf geeinigt, Lösungen bereitzustellen, die die Bluetooth- und Near Field Communication (NFC)-Technologie unterstützen. Das erste Resultat dieser Vereinbarung ist das NFC-Profil für das Echtzeit-Betriebssystem Integrity. Dies ermöglicht NFC-fähige Geräte für berührungslose Anwendungen in den Bereichen geschützter Zugriff und mobiles Bezahlen. Neben dem NFC-Profil arbeiten Green Hills Software und Stollmann ebenfalls gemeinsam an einem Bluetooth Health Device Profile (HDP) für Integrity. So können Entwickler von Medizinanwendungen ihre Geräte schnell und effizient im Einklang mit den Standards der Bluetooth Special Interest Group (SIG) entwickeln, wodurch die Interoperabilität mit Medizingeräten anderer Hersteller weltweit gewährleistet ist.

IAR Systems zeigte auf der Embedded World die erste spezielle Highspeed Hardware Trace Probe für ARM Cortex-M3 Cores. Das Tool ist Plug-&-Play-kompatibel zur integrierten Entwicklungsumgebung IAR Embedded Workbench und beschleunigt das Debugging, da sich die Entwicklungsarbeit direkt auf der Zielhardware durchführen lässt. Die Probe wird über USB an den unter Windows laufenden Entwicklungsrechner angeschlossen. Auch die Stromversorgung findet über USB statt. Über einen separaten JTAG-Port arbeitet das Tool ebenfalls als Standard JTAG-Debug Probe. Mit dem PowerIntegrator II kann ein oft geäußerter Kundenwunsch nach längeren Aufzeichnungszeiten für die Lauterbach Logikanalysatoren erfüllt werden. Ausgerüstet mit bis zu 4 GByte Speicher stehen 256 Mega-Records für jeweils 102 Kanäle zur Verfügung.

Als Option ist bereits die Aufzeichnung von 1 GigaRecords bei reduzierter Kanalzahl geplant. Die Logikanalysator-Produktlinie von Lauterbach umfasst nunmehr drei Geräte: PowerProbe, PowerIntegrator und jetzt neu PowerIntegrator II. Alle Geräte sind zur Aufzeichnungssteuerung mit einer Trigger Unit ausgestattet. 3 Zähler und 4 Triggerebenen ermöglichen die Definition von komplexen Triggerbedingungen. Selbstverständlich wird auch eine gegenseitige Triggerung mit einem Lauterbach Debugger bzw. einem Echtzeittrace-Tool unterstützt. Nach der Erstvorstellung des ESMexpress-Standards (ANSI-VITA 59, RSE Rugged System-On-Module Express) im Mai vergangenen Jahres folgte nun das zweite Intel-basierende Board dieser Produktfamilie. Mit dem ESMexpress-Modul XM2 zeigte MEN eine neue Leistungsklasse unter Computer-On-Modules. Es ist mit dem Intel Core 2 Duo SP9300, mit Taktfrequenzen bis zu 2,26 GHz, und dem Grafik-Controller GS45 bestückt. Das Modul ist für eine Betriebstemperatur von 0 °C bis +60 °C mittels Conduction- oder Convection-Kühlung getestet. Es ist wie alle ESMexpress-Module in ein geschlossenes Gehäuse eingebaut, das gleichzeitig einen 100%-igen EMV-Schutz gewährleistet.

Die congatec AG präsentierte das Mitte des Jahres erhältliche COM Express-Modul conga-Cax. Es nutzt die neuen, für den industriellen Temperaturbereich spezifizierten Versionen der extrem stromsparenden Intel Atom Z5xx Prozessoren und den Intel System Controller Hub US15WPT. Sämtliche Bauteile dieses nur 95 x 95 mm messenden Designs sind für den Umgebungstemperaturbereich von 40 bis +85 °C spezifiziert. Die typische Leistungsaufnahme des Moduls liegt unter 5 W. Im Zusammenspiel mit dem ACPI 3.0 Batteriemanagement lassen sich somit äußerst mobile industrielle Applikationen realisieren.

Intel hat neue Atom-Prozessoren speziell für den Einsatz in Autos und Internet-Telefonen vorgestellt. Details zu den für den industriellen Temperaturbereich ausgelegten Typen Atom Z5xx, den passenden Referenz- und Entwicklungsplattformen finden Sie in dem ausführlichen Beitrag per InfoDIRECT. Im Rahmen seiner PIC18F87J90-Familie stellt Microchip 8-bit-Mikrocontroller mit direkter LCD-Ansteuerung vor.

Es handelt sich hierbei um die ersten in nanoWatt-Technologie realisierten 8-bit-MCUs, die über eine Echtzeituhr und Kalender (RTCC) sowie eine Schaltung zur Ladezeitmessung (Charge Time Measurement Unit / CTMU) verfügen und für berührungssensitive Anwendungen oder präzise Zeitmessungen vorgesehen sind. Je nach Ausführung befinden sich auf dem Chip 64 bis 128 KByte Flash-Speicher und 4 KByte RAM. Die software-gesteuerte Kontrastregelung des integrierten LCD-Moduls passt den Bildschirm an die unterschiedlichen Licht- oder Temperaturverhältnisse an, und die nanoWatt-Technologie sorgt dafür, dass der Betrieb des Bildschirmtreibers auch im Ruhezustand möglich ist. Der RTCC arbeitet ebenfalls im Ruhemodus und stellt so sicher, dass die Echtzeitkontrolle selbst während der Energiesparphasen nicht beeinträchtigt wird.

Über diverse Peripheriefunktionen kann der Entwickler Anwenderschnittstellen wie zum Beispiel kapazitive oder induktive Berührungserkennung für Bildschirmanwendungen, hinzufügen. Freescale hat Details zu zwei Multimedia-Prozessoren bekannt gegeben, die auf einem Kern des Typs ARM1136JFS beruhen und über eine OpenVG-Graphics-Engine verfügen. Die i.MX353 und i.MX357 genannten Derivate der i.MX35-Famile verfügen über High-Speed-USB2.0, CAN sowie Fast-Ethernet und unterstützen auch DDR2-Speicherbausteine.

Die Haupteinsatzbereiche sieht Freescale in Industrieprojekten von der Fertigungsautomatisierung über das Gebäudemanagement bis hin zu Klima- und Wärmesystemen mit intelligenten Bedienterminals. Die Bausteine wurden auf Multimediafunktionen hin optimiert, wie man sie für PNDs (Personal Navigation Devices), e-Books und andere portable Geräte der Unterhaltungselektronik mit grafischer Bedienoberfläche benötigt. „Neue Maßstäbe bei der drahtlosen ZigBee-Pro- und IEEE-802.15.4-Vernetzung“ setzt Jennics neuer 32-bit-Wireless-Mikrocontroller JN5148 nach Angaben von Thomas Lorbach, Product Marketing Engineer bei Jennic. „Der Baustein hat den niedrigsten Betriebsstrom und die höchste Speicherdichte aller aktuellen Bauteile dieser Klasse.“ Im Empfangsbetrieb nimmt das IC 18 mA, im Sendebetrieb bei +3 dB insgesamt 15 mA auf. Mit integrierten 128 KByte ROM und 128 KByte RAM bringt es der Chip bei programmierbaren CPU-Taktfrequenzen von 4 bis 32 MHz auf bis zu 32 MIPS.

In geschlossenen Räumen ist damit die Übertragung von 128-bit-AES-verschlüsselten Datenpaketen über Entfernungen von bis zu 50 m möglich. STMicroelectronics hat gleich zwei neue Produktserien angekündigt – und zwar 8- und 32-bit-MCUs. So bieten die 8-bit-Mikrocontroller STM8S105 und STM8S207 im Betriebsspannungsbereich 2,95 bis 5,5 V eine Verarbeitungsleistung von bis zu 20 MIPS. Diverse Peripherieelemente wie beispielsweise ein 10-bit-ADC mit bis zu 16 Kanälen und einer Umwandlungszeit unter 3 ?s, ein 16-bit Control-Timer für Motorregelungen, Capture/Compare-Funktionen und ein PWM-Signalgenerator sowie ein CAN2.0B-Interface, zwei U(S)ARTs, eine I2C-Schnittstelle und SPI-Ports befinden sich auch auf den Chips. Mit USB-OTG-, Ethernet- und CAN2.0B-Interfaces sowie audiogerechten I2S-Schnittstellen zielen die neuen Derivate der „Connectivity Line“ innerhalb der STM32-Familie auf Anwendungen in den Bereichen Vernetzung, Audio und Echtzeit. Auch ein Ethernet-Interface mit Hardware-Unterstützung für das IEEE1588 Precision Time Protocol (PTP) befindet sich auf den Chips der mit einem ARM-Cortex-M3-Core arbeitenden Bausteine, die unter den Bezeichnungen STM32F105 und STM32F107 erhältlich sind.

EBV Elektronik zeigte mit EBVBeagle ein Low-Cost-Entwicklungs-Tool, das auf einem kleinen lüfterlosen Board die Verarbeitungsleistung eines Laptops liefert und auch in Anwendungen integrierbar ist. Das Board ist in vollem Umfang betriebsbereit und erhält den Design-, Sales- und Software-Support von EBV. Die Verarbeitungsleistungen des 8 x 8 cm3 großen EBVBeagle-Boards sind wirklich eindrucksvoll.

Kernelement ist ein Prozessor des Typs OMAP3530 von Texas Instruments, der einen superskalaren ARM-Core des Typs Cortex-A8 enthält. Der mit bis zu 600 MHz getaktete Prozessor liefert mehr als 1.200 Dhrystone-MIPS und enthält reichlich Speicher. Der integrierte 2D/3D-Grafikbeschleuniger (PowerVR SGX) unterstützt OpenGL ES 2.0, wodurch der OMAP3530 in der Lage ist, per Rendering die Grafikdaten von bis zu 12 Millionen Polygonen pro Sekunde zu berechnen. Darüber hinaus enthält der Chip eine spezielle Multimedia-Einheit mit einem integrierten DSP-Core des Typs MMS320C64x, der mit bis zu 430 MHz arbeitet und HD-Video-Inhalte verarbeiten kann. Selbst im Dauerbetrieb erzielt das kleine Board, das über viele Peripherie-Elemente vom SD/MMC+-Karteninterface über RS232- und Audio-Schnittstellen bis zu USB2.0-OTG und JTAG-Port verfügt, diese beachtliche Verarbeitungsleistung ohne dass hierfür ein Lüfter notwendig wird.