In vielen Anwendungen ist es heute notwendig, umfangreiche Datenmengen intelligent und äußerst zuverlässig zu verarbeiten und zu speichern. Als Speichermedium bieten sich innovative Flash-Technologien in Form von kompakten, lötbaren eMMCs (embedded Multimedia Cards) an. Neben der sicheren Datenspeicherung bieten eMMCs die Möglichkeit, das immer komplexer werdende Speichermanagement zu vereinfachen. Zudem lassen sich die Speicher schnell und zuverlässig in Systeme integrieren, um die Time-to-Market des Endproduktes zu optimieren. Die Leistung der eMMCs ist vergleichbar mit der einer SD-Karte. Die energie- und platzsparenden Speicher werden daher in kleineren und kostengünstigeren Endgeräten verbaut. Immer häufiger kommen sie jedoch in vielen industriellen und Embedded-Anwendungen zum Einsatz.

Industrielle Anforderungen

Der Industrial iNAND 7250 EFD ist mit Kapazitäten von 8 GB bis 64 GB erhältlich und unterstützt die e.MMC-5.1-Schnittstelle.

Der Industrial-iNAND 7250 EFD ist mit Kapazitäten von 8 bis 64 GByte erhältlich und unterstützt die e.MMC-5.1-Schnittstelle. MSC Technologies

Bei Flash-Speichern, die in einer Industrieumgebung zum Einsatz kommen, stehen die Zuverlässigkeit und die lange Lebensdauer im Vordergrund. Ein weiteres Kriterium, das bei der Auswahl des passenden Bausteines eine Rolle spielt, ist der Betriebstemperaturbereich. Je nach Einsatz im Innenbereich oder Outdoor stehen die Speicher für den erweiterten Temperaturbereich von -25 bis 85 °C oder für den industriellen Temperaturbereich von  -40  bis 85 °C zur Verfügung. Für die Automobilindustrie sind Produkte mit einer Temperaturobergrenze von +105 °C lieferbar. Auch signifikante Temperaturschwankungen in der Anwendung beeinflussen das Verhalten eines Flash-Speichers, speziell die Data Retention (Datenerhalt).

Ein wichtiges Kriterium ist die benötigte Kapazität des eMMC-Bausteines. Soll nur das Betriebssystems (OS) oder/und sollen zusätzlich größere Datenmengen gespeichert werden? Daraus ergibt sich die benötigte Kapazität des Bausteines. Soll beispielsweise nur das OS Linux Platz finden, dann reichen in der Regel 8 GByte aus. Sollte aber mit Windows gearbeitet und eventuell noch ein paar Daten gespeichert werden, dann kommen Produkte mit mindestens 32 oder sogar 64 GByte zum Einsatz.

Wichtig ist auch das Thema Datensicherheit bei plötzlichem Stromausfall. Bei einem plötzlichen Stromausfall unterbricht der eMMC ein weiteres Schreiben und sendet eine Fehlermeldung (Error Indication) an den Host zurück. Zudem können Anwender den Gesundheitszustand (Advanced Health Status Report) der eMMC jederzeit über ein bestimmtes Kommando (CMD62 und CMD63) abfragen. Um den unterschiedlichen Ansprüchen gerecht zu werden, lässt sich der eMMC partitionieren. Dann ist beispielsweise ein Teil der Kapazität für das Betriebssystem reserviert, ein weiterer Bereich für Programme oder für Daten. In diesem Falle lässt sich der eMMC in drei Partitionen aufteilen, beispielsweise ein eMMC-Baustein mit 16 GByte in 2, 4 und 10 GByte. Mit Smart Partitioning können Anwender einen Speicher nach Bedarf in mehrere Partitionen aufteilen, die auch physikalisch voneinander getrennt sind.

 

Auf der folgenden Seite stellen wir den Industrial-iNAND 7250 von Sandisk im Detail vor.

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