Große Freude: Werner Vierling (r.) und Manfred Vierling (l.) übergeben die Verantwortung an Martin Vierling als Mehrheitsgesellschafter und alleinigen Geschäftsführer.

Große Freude: Werner Vierling (r.) und Manfred Vierling (l.) übergeben die Verantwortung an Martin Vierling als Mehrheitsgesellschafter und alleinigen Geschäftsführer.

Vater Manfred und Onkel Werner Vierling haben sich in den Ruhestand zurückgezogen und ihre Gesellschaftsanteile übertragen. Weitere Gesellschafterin ist Ute Vierling, Tochter von Werner Vierling. Ziel von Martin Vierling für die nächsten Jahre ist es, Dienstleistungsorientierung und Ertragskraft von Vierling weiter zu stärken. Hierzu wird der EMS auf kombinierte Entwicklungs- und Fertigungsdienstleistungen sowie digitalisierte Prozesse und Abläufe setzen. Im Juli 2016 haben Manfred und Werner Vierling, die Söhne von Oskar Vierling, ihre Gesellschaftsanteile auf ihre Kinder Martin und Ute Vierling übertragen. Bereits im August 2011 hatte sich Werner Vierling und im November 2015 Manfred Vierling als Geschäftsführer in den Ruhestand zurückgezogen. „Mit der Übertragung der Anteile hat Vierling den Generationenwechsel abgeschlossen“, erklärt Manfred Vierling. „Das Unternehmen befindet sich jetzt in guten Händen, die es über weitere Jahrzehnte erfolgreich führen werden.“

Drei Generationen vereint: In 75 Jahren hat sich das einstige technische Laboratorium mit Sitz auf Burg Feuerstein zu einem etablierten, familiengeführten Elektronikfertigungs-Dienstleister etabliert, der sich auch auf internationalem Parkett behaupten kann.

Drei Generationen vereint: In 75 Jahren hat sich das einstige technische Laboratorium mit Sitz auf Burg Feuerstein zu einem etablierten, familiengeführten Elektronikfertigungs-Dienstleister etabliert, der sich auch auf internationalem Parkett behaupten kann. Vierling

Vom Laboratorium auf Burg Feuerstein zum EMS-Anbieter

Die Übergabe der Verantwortung an die dritte Generation fällt zusammen mit dem 75-jährigen Firmenjubiläum. Im Jahr 1941 gründete Prof. Dr. Oskar Vierling das Unternehmen als technisches Laboratorium auf Burg Feuerstein. Nach 1945 entwickelte es sich zum Lieferanten der Deutschen Bundespost und Deutschen Telekom für Mess- und Prüftechnik. Mit dem Umbruch des Telekommunikationsmarktes seit den 1990er Jahren musste sich das Unternehmen neu aufstellen. Vierling wandelte sich vom Telekommunikationsunternehmen zum Anbieter von Fertigungs- und Entwicklungsdienstleistungen für Elektronik (EMS-Dienstleistungen).

Inzwischen ist Vierling auf dem EMS-Markt zukunftsfähig aufgestellt, ist sich Martin Vierling sicher: „Als EMS-Anbieter zeichnen wir uns durch eine konsequente Dienstleistungsorientierung sowie die enge Verknüpfung von Elektronikfertigung und -entwicklung aus.“ Unter dem Begriff RfM (Ready for Manufacturing) bietet der Elektronikfertigungs-Dienstleister seinen Kunden intelligente Fertigungs- und Entwicklungsdienstleistungen, die weit über reine Lohnfertigung und Auftragsentwicklung hinausgehen. „Wir verstehen uns als mitdenkender Dienstleister, der seinen Kunden hilft, ihre Lieferketten mit intelligenten Lösungen zu optimieren“, erläutert er weiter. Sein Ziel für die nächsten Jahre sei es, die Dienstleistungs- und Kundenorientierung sowie die Ertragskraft von Vierling weiter auszubauen: „Hierzu werden wir alle wichtige Prozesse und Abläufe konsequent vom Kunden her denken, digitalisieren und automatisieren.“ Das Unternehmen fertigt und entwickelt für Weltmarktführer wie Daimler, Intel und Siemens ebenso wie innovative mittelständische Unternehmen aus ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz sowie dem benachbarten Ausland.