Eckdaten

Die volldigitalen Quellen/Senken der Gerätelinien Lab/SL und Lab/HPR von ET System Electronic basieren auf einem 3-Level-NPC-Schaltungskonzept, das einen sehr hohen Wirkungsgrad und eine schnelle Regeldynamik über den gesamten Leistungsbereich garantiert.

Mit den Gerätelinien Lab/SL und Lab/HPR bietet ET System Electronic zwei verschiedene Baureihen von rückspeisefähigen Quellen/Senken an, die sich zum Beispiel für den Test von Fahrzeugenergiesystemen, die Batteriesimulation und -prüfung, den Test von Umrichtern und die Prüfung von DC-Motoren eignen. Sie weisen einen kontinuierlichen Übergang von der Netzspeisung zur Netzrückspeisung sowie eine schnelle Dynamik als Quelle (<1 bis 3 ms) und als Senke (<1 bis 3 ms) auf. Auch die Restwelligkeit ist gering und liegt bei Quelle und Senke jeweils unter 0,1 Prozent. Je nach Ausführung haben die luftselbstgekühlten Geräte maximale Ausgangsspannungen von 60 bis 1500 V und einen Leistungsbereich von 5 bis 30 kW. Eine einfache Leistungssteigerung erlaubt das modulare Konzept, denn die Geräte ermöglichen den Master-Slave-Betrieb in parallelen, seriellen, Matrix- oder Multi-Load-Konfigurationen und können bis zu einer Gesamtleistung von 210 kW parallel geschaltet werden.

Geringe Restwelligkeit

Die kompakte Gerätelinie LAB/HPR bietet bis zu 30 kW in einem Gehäuse mit nur 9 HE.

Die kompakte Gerätelinie LAB/HPR bietet bis zu 30 kW in einem Gehäuse mit nur 9 HE.ET System Electronic

Die Quellen/Senken verfügen über Funktionen wie konstante Spannung, konstanter Strom oder konstante Leistung und bieten dazu ein automatisches und schnelles Crossover sowie eine Modus-Anzeige und eine Simulation des Innenwiderstands. Weiterhin erlaubt die Scriptsteuerung über SD-Karte oder digitale Schnittstelle die Programmierung beliebiger Abläufe und Ausgangskennlinien. In einem einstellbaren Intervall lassen sich die aktuellen Betriebswerte auf die Speicherkarte schreiben, sodass in Verbindung mit der Scriptsteuerung der Aufbau eines unabhängigen Standalone-Prüfplatzes ohne weitere Investitionen möglich ist.

Zur Ausstattung der Geräte gehören intelligente Überwachungsfunktionen, praxiserprobte Steuerungsfunktionen und ein galvanisch getrennter Ausgang. Mit Schnittstellen wie Relais, RS-232, RS-485, IEEE 488, LAN, USB und SD-Karte kann man sie problemlos in unterschiedliche System- und Testumgebungen einbinden.

In unterschiedliche Umgebungen einbinden

Trotz der hohen Ausgangsleistungen haben es die Entwickler geschafft, die leistungsstarken Geräte in 19-Zoll-Gehäusen mit 9 HE unterzubringen und EMV- sowie Sinusfilter zu integrieren. Mit ihren kompakten Abmessungen und dem geringen Gewicht lassen sich die rückspeisefähigen Quellen/Senken platzsparend in jeden Laboraufbau integrieren.

Schon bei niedrigen Spannungen beginnt ein LAB/HPR mit der Rückspeisung. Das sorgt für hohe Energieausbeute und niedrige Kosten.

Schon bei niedrigen Spannungen beginnt ein LAB/HPR mit der Rückspeisung. Das sorgt für hohe Energieausbeute und niedrige Kosten.ET System Electronic

Die Bedienung erfolgt per Frontpanel auf einem grafischen Display mit intuitiver Menüführung. Je nach Modell und Ausführung ist auch die Fernbedienung über PC möglich.

Ausgestattet sind die rückspeisefähigen Quellen/Senken mit einem bidirektionalen PFC und einem DC/DC-Wandler, der die eingespeiste Eingangsspannung auf eine Gleichspannung von rund 650 V hochsetzt. Bei welchen Spannungen und Strömen die Geräte eine Netzspannung zurückspeisen, ist von der Baugröße und vor allem von der Qualität des Elektronikdesigns abhängig. Bereits bei sehr niedrigen Speisespannungen erzeugen die Quellen/Senken eine stabile Netzspannung. Der Gesamtwirkungsgrad erreicht im optimalen Arbeitsbereich rund 96 Prozent.

Blockschaltbild einer rückspeisefähigen Quelle.

Blockschaltbild einer rückspeisefähigen Quelle.ET System Electronic

Rückspeisung senkt die Kosten

Kommen rückspeisefähige Quellen/Senken zum Einsatz, beschränkt sich der tatsächliche Stromverbrauch auf die Verlustleistung in der Quelle und in der Senke. Bei Prüfaufgaben, die keine Energie in Akkumulatoren und anderen Speichern zwischenspeichern, lassen sich so Testläufe durchführen, die beispielsweise Prüfleistungen von 30 kW aufbringen, während sich der tatsächliche Leistungsbedarf bei einem Gesamtwirkungsgrad von 96 Prozent auf rund 1,2 kW beschränkt. Das hat nicht nur für die Stromkosten erfreuliche Konsequenzen, sondern auch für die Spitzenlast im Netz: Die erhöht sich trotz großer elektrischer Prüfleistungen nicht nennenswert, sodass Unternehmen weiter in günstigen Tarifbereichen bleiben können, obwohl sie Spitzenleistungen bei der Prüfung einsetzen.