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Aktive Leistungsversorgung sorgt für geringere Kosten von Infrastruktur bis Energiekosten.
Alois Holzleitner von B&R in Eggelsberg, Österreich.

Eingesetzt wird dazu das Tool Servosoft von Control-Eng zur gezielten Antriebsauslegung: Damit lassen sich die zu bewegenden Massen und die dafür nötigen Antriebe aufeinander abstimmen um den Energieaufwand zu optimieren.

Bei komplexen Maschinen mit hintereinander ablaufenden Bewegungsvorgängen wird die kinetische Energie noch oft in Bremswiderständen als Wärme freigesetzt. Mittels Zwischenkreiskopplung über den DC-Bus der Acopos-Multi-Servoantriebe können bis zu 30 % der Bewegungsenergie eingespart werden: Die wird über Pufferkondensatoren zwischengespeichert, um Beschleunigungsvorgänge an anderer Stelle zu versorgen. Damit wird Energie effizienter genutzt, der Schaltschrank bleibt kühler dank geringerer Abwärme.
Eine weitere Steigerung der Energieeffizienz kann in Fällen geringer Gleichzeitigkeit von Brems- und Beschleunigungsvorgängen im Achsverbund durch die aktive Energierückspeisung ins Stromnetz erreicht werden. Während die gesamte Bremsenergie einer sinnvollen Verwendung zugeführt wird, bleibt nur Reibung als Verlust.

Mit dem modernen Antriebssteuerungssystem Acopos-Multi sind kosteneffiziente Rückspeisungen von bis zu 80 % der bisher in Widerständen verheizten Leistung möglich. Unterstützt werden die Energiesparmaßnahmen durch Cold-Plate-Schaltschrankmontage. Diese bietet die Option, die in den Servoverstärkern selbst anfallende Verlustwärme über einen Flüssigkeitskreislauf und Wärmetauscher dorthin zu befördern, wo sie benötigt wird, womit ein Kühlgerät für den Schaltschrank entfällt, was Energie einspart. Ein weiterer energietechnischer Effekt des Einsatzes der Acopos-Multi-Familie ist die Korrektur des Leistungsfaktors auf einen Total Power Factor (TPF) von 1,0. Die geringere Effektivstromaufnahme der Geräte resultiert zudem in weniger Verlusten in den Zuleitungen und Transformatoren.