Vector Consulting ist sich sicher: Auch 2012 wird das Wachstum branchenübergreifend anhalten, aber die Wolken am Horizont sind ausgemacht, so dass die Anforderungen an Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit in der Produktentwicklung wachsen. Vector Consulting Services hat mit Kunden aus verschiedenen Branchen gesprochen und kam zu dem Ergebnis, dass die Unternehmen durch die Entwicklung neuer Produkte und Lösungen in Wachstum mit Innovationen investieren. Gleichzeitig sind sich diese Kunden der volatilen Marktsituation bewusst und stellen folglich ihre Entwicklungsteams weltweit so schlank und effizient auf wie möglich. Die Ergebnisse hat das Unternehmen in einer Studie zusammengefasst, die Sie über den untenstehenden Link kostenlos herunterladen können.

Die Schlussfolgerung von Vector Consulting lautet: „Unternehmen, die in dieser Periode des Umbruchs und Wachstums stagnieren, werden zurückfallen. Schnell, wirksam und trotzdem flexibel zu agieren ist daher in 2012 eine klare Priorität für Entwicklungsteams und Business Units. Allerdings sind die Führungskräfte unsicher, ob die getroffenen Maßnahmen nachhaltig genug sind und wie der steigende Innovationsdruck beherrscht werden kann. Sie erwarten gerade im technischen Bereich Vorschläge, wie kurzfristig sowohl Kosten reduziert als auch die richtigen Prioritäten in der Neuentwicklung gesetzt werden können.“

Fünf Trends

Dabei hat Vector Consulting Services die folgenden fünf Trends herausgearbeitet und mit Empfehlungen angereichert, die all-electronics im Folgenden zitiert:

1. Innovationen erfolgreich umsetzen

Stimulieren Sie Kunden, Lieferanten und eigene Mitarbeiter mit Kreativmethoden, um die wenigen aber entscheidenden Anforderungen herauszuarbeiten, die Ihr Produkt erfolgreich machen. Nutzen Sie Benchmarks und lernen Sie von den Methoden anderer Unternehmen. Leben Sie klare Innovationsprozesse mit stringent geführten Ideenphasen, sehr kurzen Entscheidungsphasen und schneller Lösungsentwicklung.

2. Modellbasiert entwickeln

Schaffen sie zuerst die Voraussetzungen für Durchgängigkeit mit einem starken Systems Engineering. Unterstützen Sie die Schnittstellen zu den verschiedenen Gewerken durch Nachverfolgbarkeit, Konsistenzprüfung und Automatisierung. Bereiten Sie modellbasierte Entwicklung intelligent vor: Schrittweise Einführung, Fokus auf kritische Komponenten, Durchgängigkeit von Anforderungen zum Code und zu den Testfällen, Anpassung der eigenen Prozesse. Setzen Sie nicht primär auf Tools, sondern auf gutes Veränderungsmanagement, durchgängige Prozesse und systematische Methodik. Messen Sie die Umsetzung und fordern Sie in jedem Projekt zehn bis zwanzig Prozentpunkte Verbesserung dort ein, wo Sie in 2012 Akzente setzen wollen, also beispielsweise 20% weniger Kosten für Varianten, oder 10% weniger Kosten im Test.

3. Performanz steigern

Nutzen Sie professionelle Unterstützung und externe Benchmarks, um die für Sie passende Techniken gezielt auszuwählen und nachhaltig umzusetzen. Setzen Sie konkrete Verbesserungsziele auf Quartalsbasis. Schulen Sie Ihre Mitarbeiter in „Lean Development“. Geben Sie den einzelnen Teams die Aufgabe, einen eigenen Maßnahmenkatalog zur Reduzierung von Verschwendung, Nacharbeit und Schnittstellenkonflikten auszuarbeiten – mit Bezug zu den unternehmensweiten Effizienzzielen. Messen Sie Ihre Performanz mit Kennzahlen wie zum Beispiel Umsatz pro Entwickler, Wiederverwendungsrate, Fehlerrate nach der Integration. Achten Sie darauf, dass agile Techniken nicht zu Beliebigkeit führen.

4. Kollaborativ werkzeugunterstützt arbeiten

Stellen Sie Ihre Projekte auf den Prüfstand: Wo gibt es Reibungsverluste, was demotiviert Teams, wo werden Arbeitsergebnisse zu oft angepackt? Optimieren Sie Workflows und die zugehörigen Werkzeuge schrittweise, mit einer übergreifenden Strategie, inkrementellen Zielen und einer zukunftsfähigen Architektur. Beachten Sie, dass effiziente und wirkungsvolle Werkzeuglösungen kompetente Mitarbeiter und fähige Prozesse benötigen. Wenden Sie professionelles Veränderungsmanagement an.

5. Qualität durchgängig adressieren

Spezifizieren Sie prüfbare Qualitätsanforderungen sowie die zugehörigen Maßnahmen zur Umsetzung und Absicherung durchgängig aus Systemsicht, bevor einzelne Funktionen definiert werden. Achten Sie bei der Einführung agiler Methoden darauf, dass sie nicht die mühevoll erreichte Qualitätskultur in Frage stellen. Sorgen Sie für eine hohe Disziplin in der Umsetzung, indem Sie die Projekte transparent machen. Reduzieren Sie die Overheads überlappender Validierungsschritte.