Die Ethernet Powerlink Standardization Group (EPSG), Berlin, hat die Powerlink-Spezifikation V.1.1.0 veröffentlicht. Wichtigste Neuerungen betreffen die vollständige Integration der Hochverfügbarkeits-Funktionalität sowie eine größere Bandbreite der asynchronen Phase. Für hochverfügbare Powerlink-Netzwerke hatten Betreiber bisher mit eigenen Entwicklungen das Adressmanagement des Protokolls so modifiziert, dass ein fliegender Adresswechsel auf redundante Steuerungen möglich war. Die neue Version sieht jetzt standardmäßig die Einbindung von redundanten Managing Nodes vor. Die aktuelle Spezifikation umfasst ebenfalls die Erweiterung der asynchronen Phase. Dieser Abschnitt des Zyklus dient der Übertragung nicht-zeitkritischer Daten, im Gegensatz zur isochronen Phase, in der die zeitkritischen Prozessdaten übermittelt werden und die den überwiegenden Teil des Zyklus einnimmt. Bisher ließ sich in den asynchronen Phasen jeweils nur ein Frame übertragen. Die neue Spezifikation sieht nun die Übermittlung mehrerer ASnd-Frames vor.

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