Wie macht man Bewährtes noch besser? Die kapazitive Druckmesstechnik stellt die Entwickler vor solch eine Herausforderung. Dieses Prinzip macht sich zunutze, dass der Druck des zu messenden Gases oder der Flüssigkeit die Kapazität eines Kondensators verändert ? also seine Fähigkeit, elektrische Ladung aufzunehmen. Eigentlich eine ausgereifte Technik ? doch es gibt nichts, das man nicht verbessern könnte. Das hat Dr. Robert Lalla mit einer neuen Schaltung gezeigt. Sie ist in der Lage, die Signale von Drucksensoren auszuwerten, die aus völlig verschiedenen ?Sensor-Welten? kommen, und lässt sich einfach durch Programmieren an verschiedene Sensortypen anpassen. Hergestellt wird der Schaltkreis nach gängigen Standards als kleiner Silizium-Chip.
Coriolis-Durchflussmessgeräte arbeiten nach dem Prinzip des “schwingenden Messrohrs”: Durch ihre Masse beeinflussen durchströmende Flüssigkeiten oder Gase die Schwingung des Rohrs. Hoher Innendruck führt dabei jedoch zu einem kleinen systematischen Fehler. Unter Druck nämlich verformt sich das Messrohr ? ganz geringfügig nur, doch genug, um sich auf die Empfindlichkeit des Messgeräts auszuwirken. Dieses Problem wird mit zunehmendem Rohrdurchmesser größer. Eine Erfindung von Dr. Martin Anklin-Imhof und dem 2004 verstorbenen Dr. Alfred Wenger verringert diesen Effekt. Die Lösung der beiden Physiker wird heute in Endress+Hauser Durchflussmessgeräten des Typs Promass F mit Nennweiten ab 100 Millimeter eingesetzt.
Moderne Temperaturmessgeräte verarbeiten heute die Messsignale in ihrem Innern digital. Dabei müssen die Stromkreise von Signaleingang und -ausgang getrennt werden. Ein möglicher Weg sind so genannte Optokoppler ? Bauteile, die Stromimpulse in Lichtsignale umwandeln, die dann wiederum von fotoempfindlichen Elementen empfangen werden. Ihr Nachteil: Sie “fressen” einiges an Strom ? und Strom ist knapp in den Temperaturmessumformern. Stephan Konrad von Endress+Hauser Wetzer im deutschen Nesselwang (Allgäu) entwickelte ein Schaltungsteil, das diese so genannte galvanische Trennung durch einen kleinen Transformator erzielt. Eine Lösung, die kaum Strom benötigt, zuverlässig funktioniert und zudem günstig herzustellen ist. Seine Erfindung hat sich bis heute vieltausendfach in Endress+Hauser Temperaturmessgeräten bewährt.

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