Bildquelle: AMA Fachverband

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Auf seiner Jahrespressekonferenz am 18.02.2010 in Nürnberg, stellte der AMA Fachverband für Sensorik seine neuesten Erkenntnisse zur konjunkturellen Lage der Sensorikbranche vor. Die AMA Januarumfrage 2010 erfasste 90 deutsche Unternehmen der europäischen Sensorikbranche, einschließlich Mess- und Prüftechnik deren abgegebene Stimmen näherungsweise 13.000 Arbeitsplätze repräsentieren.

Den Ergebnissen zufolge erlitt die Branche seit dem dritten Quartal 2008 einen kontinuierlichen Umsatzeinbruch von insgesamt 25 %. Dieser Sinkflug schwächte sich während des zweiten Quartals 2009 ab, und kehrte sich im dritten Quartal um. Anschließend stieg er zwei Quartale in Folge wieder um jeweils fünf Prozent an. Die Befragung ergibt, dass die Branche zum Ende 2009 insgesamt rund 17 % an Umsatz verloren hatte aber für 2010 mit fünf Prozent Umsatzwachstum rechnet.

Die Exportquote lag in 2009 hochgerechnet auf die Branche bei 48 % und zeigte einen deutlichen Zuwachs im innereuropäischen Geschäft um sechs Prozentpunkte.
Um mit der krisenbedingt gesunkenen Nachfrage klarzukommen, baute die Sensorik in 2009 rund drei Prozent ihrer Arbeitsplätze ab. Für das angebrochene Jahr 2010 plant sie, um weitere rund ein Prozent personell zu schrumpfen.
Auch die Investitionsbereitschaft litt unter dem sinkenden Umsatz und den ungewissen Aussich-ten. So investierte die Branche in 2009 14 % weniger als im Vorjahr. Für 2010 plant sie demgegenüber jedoch wieder eine Steigerung von etwa vier Prozent.

„Als die ersten Zeichen von möglicher Stabilisierung erschienen, argwöhnten viele, dass es sich hierbei lediglich um das vorübergehende Nachfüllen leergewordener Lager handeln könnte. Nun aber, nach zwei Quartalen Wachstum in Folge, ist davon auszugehen, dass sich die Konjunktur tatsächlich allmählich erholt“, so Wolfgang Wiedemann, Vorstandsvorsitzender des AMA Fachverband für Sensorik.