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Als neuestes Mitglied des MPC55xx-Spektrums von Freescale ist die MPC5510-Familie die erste für Automobilanwendungen entwickelte 32-Bit MCU-Baureihe, deren Architektur neben zwei Prozessorkernen außerdem noch mit flexiblen Stromsparmodi aufwartet. Die auf der Power Architecture -Technologie basierende MPC5510-Familie wurde auf der Convergence in Detroit vorgestellt, sie deckt ein breites Preis-/Leistungsspektrum ab und unterstützt umfassende Kommunikationsoptionen wie FlexRay-, CAN- und LIN-Protokolle. „Für die anspruchsvolle Komfortelektronik von heute bietet die MPC5510-Familie gleich in zweifacher Hinsicht das Beste: hervorragende Leistungsdaten und eine ausgezeichnete Energiebilanz,” erläuterte Mike McCourt, Vice President und General Manager der „Microcontroller Division“ im Hause Freescale. „Mit der MPC5510-Familie lässt sich die Anzahl der Module im Cockpit eines Autos reduzieren. Zu verdanken ist dies einem höheren Integrationsgrad bei Gateway- und Komfortfunktionen, beispielsweise für Sitz- und Spiegelverstellung, Reifendrucküberwachung und drahtlos arbeitende Zentralverriegelungen.”

In dem Maße wie Architekturen in der Automobiltechnik zu immer komplexeren hierarchischen Netzwerken mutieren, benötigen Autohersteller leistungsfähigere Komfortelektronikmodule, die neben Gatewayfunktionen eine höhere funktionelle Integration bieten und zentrale Dienste wie Diagnose, Umprogrammierung und Leistungsmanagement unterstützen. Die MPC5510-Familie wird solchen Bedürfnissen mit einer auf zwei e200-Kernen basierenden Dual-Core-Architektur gerecht. Dank des innovativen Dual-Core-Konzepts, das obendrein von einer Crossbar-Switch-Architektur und einem 16-Kanal eDMA (enhanced Direct Memory Access) unterstützt wird, positioniert sich die MPC5510-Familie von Freescale als eine der effizientesten, Strom sparendsten 32-Bit Automotive-MCUs im Markt. Darüber hinaus können Kunden mit der MPC5510-Familie die Integrationsdichte zentraler Komfortelektronikfunktionen noch weiter steigern und den Karosseriekomplex an ein FlexRay-Netzwerk anbinden. Autohersteller setzen in zunehmendem Maße auf das FlexRay-Protokoll als „Rückgrat” für die Vernetzung ihrer Fahrzeuge und integrieren mehr Funktionalität in den zentralen Karosseriecontroller. Die MPC5510-Familie profitiert von einer ganzheitlichen Suite aus Hard- und Softwareentwicklungstools, die für die MPC55xx-Baureihe und die Power Architecture-Technologie zur Verfügung stehen. 

Funktionsumfang der MPC5510-Familie  auf einen Blick

Bis zu 48MHz bzw. 80MHz taktender, auf der Power Architecture-Technologie basierender e200-Kern mit 16/32-Bit VLE-Funktionalität (Variable Length Encoding), die für einen kompakteren Code, höhere Codedichten und damit für weniger Speicherbedarf sorgt

Auch als Dual-Core-Variante mit einem zusätzlichen, exklusiv für VLE ausgelegten e200-Kern

16-Kanal eDMA (enhanced Direct Memory Access)

Bis zu 1MB integrierter Flashspeicher mit ECC- (Error Correction Coding) und RWW-Fähigkeit (Read-While-Write) zur Speicherung von Daten auf dem Chip

Bis zu 64KB SRAM (statisches RAM) mit ECC

Kommunikationsschnittstellen:

Bis zu 6 FlexCAN-Module

Optionaler FlexRay-Protokollcontroller mit zwei Kanälen

Bis zu 6 eSCIs (serielle Kommunikationsschnittstellen) mit integrierter LIN-State-Machine

Bis zu 3 DSPIs (Deserial Serial Peripheral Interface) 

Crossbar-Switch-Architektur für effizienten Datendurchsatz

Unterstützung für eine ganze Reihe von Stromsparmodi und Taktquellen

5V-Versorgung und 5V ADC (Analog-/Digitalwandler)

Die 32-Bit Automotive-Mikrocontroller   sind erhältlich im 144-Pin 20 x 20mm LQFP oder im 208-Pin 17 x 17mm MAPBGA. Umfangreiche Entwicklungsunterstützung steht bereit.