Das Laden des Konzeptautos funktioniert zwar noch nicht drahtlos, dafür aber die Kommunikation zwischen Batteriestapel und Batteriemanagementsystem.

Das Laden des Konzeptautos funktioniert zwar noch nicht drahtlos, dafür aber die Kommunikation zwischen Batteriestapel und Batteriemanagementsystem. Ingo Kuss

Das Drahtlossystem soll bei Elektro- und Hybridelektroautos mit großen Multizellen-Batteriestapeln die Zuverlässigkeit zu erhöhen, Kosten einsparen, das Gewicht reduzieren und die Verkabelung zu vereinfachen. Konkret kommt der Baustein LTC6811 als Komplettlösung für das Batteriemanagement zum Einsatz. Er kann laut Linear die Spannungen von bis zu 12 in Serie geschalteten Zellen mit einer Genauigkeit von besser als 0,04 % messen. Zusammen mit Linears Smartmesh-Funknetzsystem sollen die bisher notwendigen Kabelbäume und Steckverbinder überflüssig werden.

Smartmesh-Produkte werden bereits in zahlreichen industriellen IoT-Anwendungen eingesetzt und sollen dank Signalpfad- und Frequenzdiversität auch in schwierigen Funkumgebungen eine Netzwerkzuverlässigkeit von  >99,999 % gewährleisten. Das drahtlose Batteriemanagementsystem erhöht durch seine redundanten Verbindungen nicht nur die Zuverlässigkeit, sondern schafft auch die Voraussetzungen für erweiterte Funktionen. So erlaubt es eine flexiblere Platzierung von Batteriemodulen und ermöglicht es, Sensoren an Stellen anzubringen, die eine Verkabelung nicht zulassen. Funksensoren in einem Smartmesh-Netz, beispielsweise für die Überwachung von Stromstärke und Temperatur, ermöglichen es, diese Messungen mit den Zellenspannungsmessungen zu synchronisieren.