Vertragsunterzeichnung in Ludwigsburg: Wolfgang Sczygiol (mitte) von ESG sowie Uwe Brodtmann (rechts) und Dr. Ralf Münzenberger (links) von Inchron besiegeln den Vertrag. 	    Foto: Balleis/von Stein

Vertragsunterzeichnung in Ludwigsburg: Wolfgang Sczygiol (mitte) von ESG sowie Uwe Brodtmann (rechts) und Dr. Ralf Münzenberger (links) von Inchron besiegeln den Vertrag. Foto: Balleis/von Stein

Inchron und ESG haben auf dem Kongress „Fortschritte in der Automobil-Elektronik“ in Ludwigsburg eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet. Demzufolge werden die beiden Unternehmen bei der Unterstützung der Kunden im Rahmen der Entwicklung von Embedded-Systemen eng zusammenarbeiten.

„Wir starten so bereits sehr früh im V-Modell – und zwar mit der Spezifikation“, erklärte Wolfgang Sczygiol, Bereichsleiter des Geschäftsbereichs Automotive und Mitglieder der Geschäftsleitung bei ESG, im Gespräch mit AUTOMOBIL-ELEKTRONIK. „Wir müssen nämlich bereits in der Spezifikationsphase an das Echtzeitverhalten denken. Da wir hier keine eigenen Tools haben, greifen wir auf die exzellente Tool-Suite von Inchron zurück, die in diesen Entwicklungsprozess integriert werden kann und uns hilft, das Echtzeitverhalten so nachzuweisen, dass die Funktionsfähigkeit gegeben ist.“ Da Fragen der funktionalen Sicherheit zunehmend an Bedeutung gewinnen, man denke nur an ISO 26262 und ISO 27001, sei ein solches Tool für ESG von besonderer Bedeutung, betont Sczygiol.

„Wir bei Inchron freuen uns, dass wir mit ESG einen Partner gewinnen konnten, der auf diesem Gebiet schon über langjährige Erfahrung verfügt“, so Uwe Brodtmann, vorsitzender Geschäftsführer und CEO bei Inchron. „Ziel der Partnerschaft für Inchron ist die Internationalisierung und die Möglichkeit, den Kunden ein wesentlich breiteres Service-Angebot anbieten zu können.“

Dr. Ralf Münzenberger, der als Geschäftsführer bei Inchron für Professional Services verantwortlich ist, ergänzt: „Durch die hohe Integrationsdichte – Stichwort Domain-Controller und Autosar – integrieren immer mehr Zulieferer, die bisher mehrere Steuergeräten gebaut haben, viele Funktionalitäten in einem Steuergerät. Da heißt es, bereits frühzeitig in der Anforderungsphase die Echtzeitkriterien explizit festzulegen, um daraus eine echtzeitfähige Architektur abzuleiten. So kann man das böse Erwachen bei den Integrationstests verhindern. Mit ESG haben wir einen starken Partner, um diese Methodik in die Unternehmen hineinzubringen.“ (av)