Martin Rostan und Morihiko Ohkura besiegeln die neue Partnerschaft.

Martin Rostan und Morihiko Ohkura besiegeln die neue Partnerschaft. Ethercat Technology Group

Toyota habe die Entscheidung aufgrund verschiedener Analysen der verfügbaren Industrial-Ethernet-Technologien getroffen, so Morihiko Ohkura: „Wir sind überzeugt, dass Performance, Determinismus, die einfachen Verkabelungseigenschaften sowie die Offenheit von Ethercat den Ansprüchen von Toyota am besten gerecht werden, um die Produktionssysteme im Rahmen von IIoT-Konzepten weiterzuentwickeln“, so der General Manager der Production Innovation Division der Toyota Motor Corporation. Um das neue IIoT-Konzept reibungslos in die Fabriken einzubinden, sei es wichtig, dass Toyota die nötigen Ethercat-Komponenten zeitnah beziehen könne. So richtet sich Ohkura auch an die Zulieferer: Diese sollen die Komponenten zu wettbewerbsfähigen Preisen bereitstellen.

„Je weniger Kabel, desto besser“

Toyota zeigt zudem Interesse an Ethercat P, das Kommunikation und Stromversorgung zusammenzufasst. „Je weniger Kabel, desto besser“, urteilt Ohkura. Bereits während der Spezifikationsphase in der Ethercat Technology Group (ETG) plant Toyota, aktiv mit Beckhoff Automation, dem Erfinder von Ethercat und Ethercat P, zusammenzuarbeiten, um die Verfügbarkeit der neuen Technologie zu erreichen.

ETG-Geschäftsführer Martin Rostan zeigt sich überzeugt: “Toyotas Entscheidung, Ethercat und Ethercat P standardmäßig einzusetzen, wird die weltweite Akzeptanz von Ethercat weiter steigern – in der Automobilindustrie und darüber hinaus.“

Ethercat P

Ethercat P ist von dem Technical Committee der Ethercat Technology Group (ETG) einstimmig als Ergänzung für Ethercat akzeptiert worden und soll zukünfig verbreitet werden. Beckhoff Automation hatte Ethercat P bereits auf der SPS IPC Drives 2015 vorgestellt. Nun will die ETG die bestehende Produkt- zu einer Technologiespezifikation ausbauen. Ethercat P kombiniert die Ethercat-Kommunikation mit der System- und Peripheriespannung auf einer Leitung. Darüber hinaus unterstützt die Technologie eine Stromversorgungsweiterleitung über die Teilnehmer. Ethercat P stellt Geräten 2 x 24 V mit jeweils maximal 3 A bereit, wobei herkömmliche 4-adrige Ethernet-Kabel zum Einsatz kommen. Dies eröffnet neue Verkabelungs-Möglichkeiten für den Ethernet-Feldbus. Durch Daisy Chaining und Übertragung von 24-V-Versorgungsspannungen entfallen gleichzeitig die Einschränkungen bisheriger Kombinationen von Ethernet und Power.