Guido Frohnhaus übernimmt in der zweiköpfigen Geschäftsführung die Technische Leitung und ist für die Bereiche Entwicklung und Fertigung zuständig.

Guido Frohnhaus übernimmt in der zweiköpfigen Geschäftsführung die Technische Leitung und ist für die Bereiche Entwicklung und Fertigung zuständig.Turck

Nach einer Umsatzsteigerung von 30 % im Vorjahr kann Turck erneut um rund 25 % wachsen. Analog zum Umsatz ist auch die Zahl der Mitarbeiter gestiegen: „Das liegt zum einen natürlich an der bis heute günstigen Konjunkturentwicklung in unseren Zielmärkten, aber auch daran, dass wir unsere Wachstumsstrategie konsequent umsetzen und weiterverfolgen“, kommentiert Wolf die Entwicklung. So hat  der Automatisierungsspezialist auch in diesem Jahr in Märkte und Fertigungskapazitäten investiert und beispielsweise neue Landesgesellschaften in den Wachstumsmärkten Brasilien und Türkei gegründet. Allein 15 Millionen Euro investierte das Unternehmen in Halver in den Ausbau der Fertigungskapazitäten. Neben den Umsatzerwartungen stellte Wolf auch einen neuen Geschäftsführer vor.

Mit dem Ausscheiden von Werner Turck vervollständigt Guido Frohnhaus die Geschäftsführung der Turck-Gruppe. Der 41-jährige Diplom-Ingenieur übernimmt in der zweiköpfigen Geschäftsführung die Technische Leitung und ist für die Bereiche Entwicklung und Fertigung zuständig. Frohnhaus war zuletzt fünf Jahre Technischer Leiter der Landesgesellschaft in den USA. Mit dem altersbedingten Ausscheiden des Unternehmensgründers Werner Turck aus der Geschäftsführung ist der Generations- und Strukturwechsel in der Turck-Gruppe nun vollständig vollzogen. Sowohl die Werner Turck GmbH & Co. KG in Halver, verantwortlich für Entwicklung und Fertigung, als auch die Hans Turck GmbH & Co. KG, Mülheim an der Ruhr, zuständig für Vertrieb und Marketing, werden jetzt jeweils von einem Mitglied der Gründerfamilien und einem weiteren Geschäftsführer geleitet. In Halver führen Guido Frohnhaus und Markus Turck das Unternehmen, in Mülheim Christian Wolf und Ulrich Turck, Sohn des Mitbegründers Hans Turck. Alle vier bilden die strategische Geschäftsführung der übergreifenden Turck Holding.

Portfolio erweitert

Zur Messe SPS/IPC/Drives in Nürneberg werden die Mühlheimer neben dem RFID-System BL Ident auch das Foundation-Fieldus- und Profibus-PA-Portfolio erweitern. Das RFID-System BL Ident erhält  anwendungsspezifische Schreibleseköpfe und Datenträger (Tags). Der Schreiblesekopf TNSLR-Q42TWD-H1147 mit zugehörigem Tag ist speziell für Anwendungen mit erhöhtem Reichweitenbedarf in nassen Umgebungen entwickelt worden, in denen die UHF-Technologie nicht funktioniert. Der Kopf basiert auf der 13,56-MHz-HF-Technologie, erreicht aber bis zum Dreifachen der üblichen Reichweiten. So lassen sich in Verbindung mit 12-mm-Datenträgern Maximalabstände von 35 mm in Metall realisieren.

Mit einer neuen Multibarrriere und neuer Firmware für den Diagnostic Power Conditioner (DPC) komplettiert Turck sein Portfolio für die Prozessautomation. Die neue Multibarriere MBD40 in Schutzart IP20 ist eine kompakte vier- und acht-kanalige Lösung zum Anschluss eigensicherer Stromkreise an Foundation-Fieldus- oder Profibus-PA-Netze. Diese kann in einem erweiterten Temperaturbereich zwischen -40 (optional -55) und 70 °C zuverlässig betrieben werden. Bei Bedarf lassen sich unter Verwendung von Gehäusen aus Edelstahl oder Kunststoff anwenderspezifische Applikationen wie 12- oder 16-kanalige Varianten auf geringem Raum realisieren.