DMASS-Umsätze 2015/2016 (in Mill. Euro). Das zweite Quartal endete ein wenig unter den Erwartungen. Das erste Halbjahr 2016 endete auf EMEA-Ebene mit einem gesunden 5,2 % Wachstum.

DMASS-Umsätze 2015/2016 (in Mill. Euro). Das zweite Quartal endete ein wenig unter den Erwartungen. Das erste Halbjahr 2016 endete auf EMEA-Ebene mit einem gesunden 5,2 % Wachstum. DMASS Ltd.

Laut aktueller Zahlen von DMASS (Distributors and Manufacturers Association of Semiconductor Specialists) stieg der Umsatz in der europäischen Halbleiterdistribution im zweiten Quartal 2016 um 2,15 % auf 1,86 Mrd. Euro gegenüber dem gleichen Quartal des Vorjahres. Dabei hatten Währungseffekte keinen wesentlichen Einfluss.

Auf nationaler Ebene waren die Unterschiede im zweiten Quartal erheblich. Während sich Osteuropa, Deutschland, Österreich, Spanien/Portugal und die Türkei ganz gut entwickelt haben, Frankreich und Italien im Durchschnitt blieben, verloren Großbritannien, Schweiz, Norwegen, Schweden, Belgien/Luxemburg, Russland, Polen und Israel. Deutschland als der größte Markt beendete das zweite Quartal mit 575 Mio. Euro (+5 %), Italien mit 182 Mio. Euro (+2,3 %), Großbritannien mit 141 Mio. Euro (-1,7 %) und Frankreich bei 137 Mio. Euro (+1,6 %). Skandinavien sank auf 161 Mio. Euro (-10,7 %), Israel auf 68 Mio. Euro (-5 %).

Georg Steinberger, Vorsitzender des DMASS: „Was wir aus einer regionalen Perspektive sehen, ist ein schwacher Markt in Großbritannien, mehr Produktionstransfer von Skandinavien nach Osteuropa und ein starkes Wachstum in einigen Low-Cost-Herstellerländern in Osteuropa. Es gibt viel Bewegung, positiv ist, es gibt in Deutschland und Italien ein gesundes, organisches Wachstum. Die Frage ist: sehen wir nun das Ende einer langen positiven Entwicklung für den Vertrieb oder ist es nur eine normale Verlangsamung? Ich glaube, dass trotz einer Verlangsamung, die Chancen für organisches Wachstum in den reifen Volkswirtschaften nach wie vor ausgezeichnet sind.“

Auf der Produktseite sieht das Bild genauso gemischt aus wie auf nationaler Ebene. Während Leistungselektronik, Sensoren, Opto und MCUs weit über dem Durchschnitt wuchsen, ging der Umsatz mit Diskreten (hier HF) und Logik zurück.  Analoge und Speicher wuchsen leicht überdurchschnittlich. Im Einzelnen wuchsen Analog-ICs um 3,8 % auf 559 Mio. Euro, MOS Mikro um 3,9 % auf 387 Mio. Euro, Optoelektronik um 9,9 % auf 198 Mio. Euro, Leistung um 6,3 % auf 185 Mio. Euro und Speicher um 3,2 % auf 146 Mio. Euro. Auf der negativen Seite waren Diskrete (-4,2 % auf 96 Mio. Euro), Programmierbare Logik (-14,8 % auf 123 Mio. Euro) und andere Logik (-9,5 % auf 91 Mio. Euro).