Der europäische Markt für elektronische Regler zum Einsatz in Powertrain- und Getriebesystemen sowie in fahrerunterstützenden Systemen befindet sich stark im Aufwind. Hauptwachstumstreiber ist der Elektronikboom im Fahrzeugbereich, der unter anderem auf den zunehmenden Anspruch an Fahrkomfort und Bequemlichkeit zurückzuführen ist. Die internationale Unternehmensberatung Frost & Sullivan prognostiziert der Branche in einer neuen Studie eine Umsatzsteigerung von 499,1 Millionen Euro im Jahr 2007 auf 1,14 Milliarden Euro im Jahr 2015. Das entspricht einer durchschnittlichen Jahreswachstumsrate von 10,9 Prozent.

„Wir gehen davon aus, dass die Initiative des europäischen Automobilherstellerverbands ACEA zur CO2-Reduktion die Nachfrage nach innovativen Hybrid- und Getriebetechnologien wie Doppelkupplungssystemen und automatisierten Handschaltgetrieben erheblich vorantreiben wird“, erläutert Aswin Kumar, Research Analyst bei Frost & Sullivan. „Gleichzeitig dürften die Bestrebungen der EU-Kommission, die Zahl der Verkehrstoten bis 2010 um 50 Prozent zu senken, den Trend zum Einsatz von Unfallpräventions- und anderen Sicherheitssystemen weiter verstärken.“ Die strengeren Öko- und Sicherheitsnormen der Europäischen Union machen im Elektronikbereich vor allem intelligentere Regler zur effizienteren Datenverarbeitung erforderlich.

„Um sich in diesem stark umkämpften Markt von der Konkurrenz abzuheben, werden die OEMs in nächster Zeit mit diversen neuen Anwendungen aufwarten”, so Aswin Kumar. Dabei geht es neben Umwelt- und Sicherheitsaspekten darum, die Forderung der Verbraucher nach mehr Komfort und Bequemlichkeit zu günstigen Preisen zu erfüllen.

„Sobald der Skaleneffekt einsetzt, werden sich Kosteneinsparungen im Herstellungsprozess erzielen lassen, die sich dann auch in niedrigeren Verkaufspreisen niederschlagen dürften” meint Kumar. „Trotzdem gehen wir davon aus, dass die Nachfrage nach bestimmten innovativen Reglern zunächst begrenzt bleiben wird. Der Erfolg eines Anbieters hängt letztlich davon ab, ob es ihm gelingt, die Produkteinführungszeit für seine hoch entwickelten Anwendungen zu minimieren. Dafür ist vor allem eine enge Kooperation mit den Zulieferern entlang der gesamten Wertschöpfungskette nötig“.

Die Studie Strategic Analysis of the European Automotive Advanced Electronic Controller Market ist Bestandteil des Growth Partnership Services Programms Automotive & Transportation, das außerdem die Analyse European Automotive Original Equipment Position, Pressure and Temperature Sensors Markets umfasst. Sämtliche Studien im Subskriptionsservice basieren auf ausführlichen Interviews mit Marktteilnehmern und bieten detaillierte Informationen über Marktchancen und Branchentrends. (av)