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AWS Electronics hat als Reaktion auf die gestiegene Nachfrage die Montagekapazitäten sowohl für die Fast-Track- als auch die Serienfertigung gesteigert.
AWS produziert an den zwei Standorten, Newcastle-under-Lyme in Großbritannien und Namestovo in der Slowakei.

So soll es möglich sein, Platinen innerhalb von fünf Tagen nach der Materialbeschaffung zu bestücken. Dieser Service ist für die Kleinserienproduktion und das Prototyping vorgesehen und beschränkt sich nicht nur auf einfache einseitige Leiterplatten, sondern gilt auch für komplexe Mehrlagenplatinen. Ingenieurstechnische Teams betrachten sämtliche Projektphasen von Anfang bis Ende und nutzen dabei die neueste DfM- und DfT-Technik zur Sicherung der gewünschten Qualitäten. Paul Deehan, CEO der AWS Group betont: „Da die Fast-Track-Aufträge von einem gesonderten Projektablaufteam begleitet werden, kommt es bei den geplanten Produktionsabläufen zu keinerlei Störungen oder Unterbrechungen. Nach der Zuweisung eines Projektes übernimmt der jeweils Zuständige die volle Verantwortung für die Durchführung und überwacht das Projekt in allen Phasen der Montage.“ Obwohl bereits während der Entwurfsphase oft höchster Termindruck herrsche, müsse dennoch die zeitgerechte Fertigstellung neuer Prototypen sichergestellt sein, erläutert er weiter: „Wir bilden innerhalb der Fast-Track-Linie Produktionsverfahren für Großserien nach, damit wir sicher sein können, dass eine Version auch in der Vollproduktion realisierbar ist.“

Gestiegene Nachfrage Produktion in der Slowakei

Darüber hinaus hat der EMS auch in seinem Standort in der Slowakei rund 2. Mio. Pfund in den Ausbau seiner Kapazitäten investiert. Der Ausbau des AWS-Werks in der Slowakei wird durch seine Fähigkeit begründet, auch strengste Standards zu äußerst marktfähigen Preisen halten zu können. „Unser erweitertes Werk in der Slowakei kann jetzt vollständig autark operieren, weil die technische Ausstattung jetzt der unseres britischen Standorts entspricht“, erläutert er. AWS stellt laut Deehan technisch komplexe Produkte für Kunden aus den verschiedensten Branchen her. Das Unternehmen gehört nach eigenem Bekunden zu den wenigen europäischen EMS-Anbietern, deren Lieferkette die Ansprüche nach ISO 9001 (2000) AS/EN 9100, NADCAP, ISO 14001 und Silver ADS SC21 erfüllt.

Das AWS-Werk in der Slowakei ist genauso ausgestattet wie sein UK-Pendant, verfügt allerdings über etwas mehr SMT-Kapazitäten. Fünf Linien mit dreizehn Automaten können Bauteilgrößen bis 010005 bestücken und zur werkseigenen Verfahrenstechnik gehören nicht nur die röntgenologische Prüfung und der Flying-Probe-Test, sondern neben der automatischen optischen Inspektion (AOI) von Mirtec und dem Robotic-Ultraschallwaschgerät auch die selektive und automatisierte Schutzlackierung, Kapselung und Kabelumspritzung sowie das Vergießen. Das Unternehmen hat mit AWS Control sein eigenes, firmenweites ERP-System zur vollautomatischen Abwicklung der innerbetrieblichen Abläufe entwickelt, das sämtliche Bereiche von der Angebotserstellung über die Vertragsprüfung bis hin zur Fertigung abdeckt.