Hier zu sehen ist der Felam-K-Taster in der Designstudie.

Hier zu sehen ist der Felam-K-Taster in der Designstudie.Fela

Der K-Taster besteht aus einer kapazitiven Glaseingabeeinheit, gefertigt nach dem patentierten Felam-Verfahren, mit der benötigten Auswerteelektronik und einem aufgesetzten mechanischen Schalter. Der aufgesetzte Schalter vermittelt das Gefühl des Schaltens und kann aus jeglichem Material (wie Holz, Glas oder Metall) und in jeder gewünschten Form gefertigt werden. „Natürlich kann man sehr einfach ein akustisches Feedback, wie einen Piepton oder eine optische Rückmeldung durch Beleuchtung, geben. Auch haptische Methoden wie Vibration sind möglich – das echte Gefühl, dass man etwas schaltet, gab es aber bisher nie“, erklärt Geschäftsführer Norbert Krütt. Diese Individualisierung eröffnet neue Designvarianten.

Um Kapazitive Systeme mit Durchbrüchen und verschraubten mechanischen Schaltern zu versehen, greifen Kunden und Hersteller tief in die Tasche. Der K-Taster umgeht die Zerstörung der geschlossenen Glasfläche, schützt so das System besser und ist günstiger in der Fertigung.

Problem der klassischen Tasten

Touchscreens verwenden kapazitive Systeme, da die Tasten oder Systeme auf die Annäherung des Fingers an die Oberfläche reagieren. Berührt man nun die Glasoberfläche, ändern sich die Eigenschaften in einem elektrischen Feld auf der Rückseite des Glases und es wird die Schaltung ausgelöst. Eine oft bemängelte Eigenschaft dieser Systeme liegt in der fehlenden taktilen Rückmeldung.

Klassische Tasten können in zwei Varianten auftreten – als rein mechanische Konstruktionen (Taste) oder als Kombination aus mechanischen und elektrischen Bauteilen (Schalter). Mechanische Tasten haben allerdings zwei große Nachteile: Zum einen sind sie sehr anfällig für Verschleiß – je häufiger man sie nutzt, desto früher kommt es zu Ausfällen. Zum anderen brauchen diese Systeme im Hintergrund sehr viel Platz – je nach Größe bis zu 40 mm und mehr sowie einen Durchbruch der Glasoberfläche. Daraus folgt, dass sie eine große Einbautiefe haben – viele Produkte lassen sich also wegen der mechanischen Schalter nicht flacher gestalten.

Kapazitive Systeme haben keine mechanischen Komponenten und sind daher auch nicht anfällig für Abnutzung. Hinzu kommt, dass diese Systeme besonders geschützt sind – sie befinden sich hinter einer geschlossenen Oberfläche und sind somit sicher vor Schmutz und Feuchtigkeit. Gerade bei Tastaturen auf Glas kann das System durch den Designdruck optisch komplett individuell gestaltet sein.