Das jüngste Mitglied der MFW-Systemfamilie durfte seine Leistungsfähigkeit bei seinen ersten Projekten unter Beweis stellen. Nicht genug, daß die Wählleitungsnetzwerke von Haus aus wesentlich komplexer im Aufbau sind und sich bei der Detailkonzeption als schwieriger als vergleichbare Online-Verbindungen erweisen, mußten darüber hinaus noch die verschiedenen Modemtypen (Analogmodem und GSM-Modem) in einem Fernwirkverbund miteinander kommunizieren und Daten austauschen.


So wird das Fernwirksystem vom Master-Modul in der Zentrale über ein analoges Modem kontrolliert und zeit- bzw. ereignisgesteuert alle Unterstationen abgefragt. Diese Unterstationen wurden wiederum so parametriert, daß beim Anstehen einzelner Signale aufgrund ihrer Priorität ein Anruf zur Zentrale ausgelöst wird und Daten bidirektional ausgetauscht werden. Diese werden einerseits zum Leitsystem über Schnittstelle weitergeleitet und andererseits zu der involvierten Unterstation geschickt um Steuerfunktionen aufgrund der erhaltenen Informationen durchführen zu können.


In den Außenstationen wurden je nach Anschlußmöglichkeit analoge Modem oder GSM-Modem eingesetzt. Über Parameter lassen sich je Station die Anrufzyklen und die Intervalle festlegen um einen für den jeweiligen Anwendungsfall optimale Informationsdichte zu erhalten. Um unnötige Fahrten und Probleme bei der Parametrierung des Systems zu vermeiden, werden alle Paramter – auch für die Unterstationen – über die Diagnoseschnittstelle am Master-Modul in der Zentrale eingespielt und über die Wählverbindung zu den Unterstationen geschickt. Diese Aufgaben werden mit dem modularen Wählleitungsfernwirksystem leicht bewältigt, wobei der Grundsatz, die Systeme ohne komplexe Software – nur über ein einfaches Visualisierungstool – zu parametrieren, beibehalten wird.