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Ähnlich den Ampellichtern an den Anlagen werden im Linealyzer die normale Produktion in Grün, Rüstzeiten in Gelb und Störungen in Rot gekennzeichnet.
Digitaler Schichtbericht: Management mit aktuellen Daten.
In dem KVP-Report werden die automatisch erfassten Unterbrechungen dargestellt, und die Ursachen durch den Bediener ergänzt.
Die Hardware und Software des Linealyzer bilden eine autarke Einheit. Bei Bedarf können mehrere externe Nutzer auf das System zugreifen.

Mehr Effizienz, höherer Output – für diese Ziele investieren Unternehmen heute gewaltige Summen in immer neue Workflow-Konzepte und High-Tech-Maschinen. Weitgehend unbeachtet bleiben bei diesen Maßnahmen oft die alltäglichen Verzögerungen, Staus und Ausfälle im Betrieb. Dass SMT-Linien deutlich seltener und weniger produzieren als geplant, ist eine Tatsache. Meist werden die Ursachen dafür nicht abgestellt, weil man die Stillstände nicht systematisch erfasst und analysiert. Ein weiteres Problem ist, dass in Produktionslinien häufig unterschiedliche Maschinen unterschiedlichen Alters von diversen Herstellern zum Einsatz kommen.

Wie also lassen sich Produktivitätsreserven besser ausnutzen? Der Einsatz des Messsystems Linealyzer von Promatix könnte da der Königsweg sein, um eine durchgängige Datenbasis zu erhalten. Das System wurde als universelles Messsystem entwickelt, und lässt sich daher mit unterschiedlichsten Anlagen einsetzen, ist sich Hubert Schönle, Geschäftsführer von Promatix sicher: „Es besteht keine Abhängigkeit von Anlagenlieferanten, da die erforderlichen Informationen ohne Eingriff in die jeweilige Anlagensteuerung fließen.“

Störungen auf den Grund gehen

Für den Produzenten bedeutet dies eine kontinuierliche und systematische Erhöhung der Produktivität seiner Fertigungsanlagen. „Durch die Option, automatisch erfasste Stillstände direkt mit Operator-Eingaben zu ergänzen, erhält die Datenbasis eine bisher nicht erreichte Qualität“, betont der Experte. Die Installation eines Linealyzers erfolgt binnen weniger Stunden bei laufender Produktion. Erste Ergebnisse sind bereits nach einer Schicht verfügbar. Das System arbeitet dreigleisig mit der Funktion „Online Monitoring“, der Funktion „Schichtbuch/KVP Report“ und der Funktion „Statistik“.

Bei der „Online Monitoring“-Funktion wird über einen gut sichtbar angebrachten Monitor der aktuelle Status des Produktionsbereichs angezeigt. Ein Blick auf den Monitor gibt dem verantwortlichen Operator Aufschluss über den aktuellen Stand sowie den Verlauf der Schicht und hilft so, die Wahrnehmung zu objektivieren. Die Informationen stehen online und damit ohne Verzögerung zur Verfügung. So ist eine unmittelbare Reaktion möglich. Der digitale Schichtbericht ist unmittelbar bei Schichtende verfügbar und bietet auf einen Blick den kompletten Schichtverlauf. Wie viel Zeit wurde für Rüsten, ungeplante Unterbrechungen und Produktion verwendet? Welche Aufträge wurden bearbeitet, welche Unterbrechungen gab es und wie oft und wie lange wurde gerüstet? Es wird der jeweilige Auftrags-OEE angezeigt und der Schicht-OEE. In dem KVP-Report werden die automatisch erfassten Unterbrechungen dargestellt, und die Ursachen durch den Bediener ergänzt. Durch die entsprechende Auswertung wird klar ersichtlich, welche Gründe für wie viel Zeitverlust ursächlich sind. Durch einen systematischen KVP-Prozess werden dann die richtigen Punkte bearbeitet, so dass der Erfolg sich schnell und messbar einstellt.

Funktionsweise des Linealyzer

Der Linealyzer erfasst die Basisdaten über speziell entwickelte Sensoren am Materialfluss vor und nach dem Wertschöpfungsprozess. „Sämtliche Bereiche lassen sich auftragsbezogen oder zu festen Zeitpunkten erstellen“, betont Hubert Schönle. Dabei erfasst das System die Produktionszeiten, die Stillstandszeiten, die Wartezeiten und die Stückzahl automatisch und legt die Daten über einen Messcontroller in einer Datenbank ab.

Über eine übersichtliche Eingabemaske kann der Operator die Rüstung sowie die Ursachen der Stillstandszeiten mitteilen. Somit entsteht ein vollständiger Überblick der Ereignisse in Form eines digitalen Schichtbuches. Die Hardware und Software des Linealyzer bilden eine autarke Einheit. Bei Bedarf ist es möglich, dass mehrere externe Nutzer auf das System zugreifen können. Die Informationen lassen sich über ein definiertes Interface auch weiteren Systemen zur Verfügung stellen.

Auslastung an Engpässen genau analysieren

Die Datenerfassung des Linealyzer-Messystems arbeitet völlig selbstständig im Hintergrund und greift nicht in den Materialfluss ein. Der Vorteil dieser Erfassungsmethode ist, dass alle, auch durch das Personal nicht wahrgenommene Verzögerungen der Durchlaufzeiten erfasst werden. Genau diese summieren sich jedoch zu beachtlichen Werten auf und stehen der optimalen Effizienz somit im Wege.

SMT Hybrid Packaging 2013, Halle 6, Stand 434A