Die Finisar Corp. aus Sunnyvale (Kalifornien/USA) hat, wie gestern berichtet, am 11. Januar 2005 von der Infineon Technologies AG eine Erklärung über die angebliche Aufhebung des Kaufvertrags vom 11. Oktober 2004 erhalten. In dem Abkommen war die Übernahme der Fiber Optics Business Unit von Infineon durch Finisar für etwa 110 Millionen Finisar-Stammaktien vereinbart worden.


In der Erklärung von Infineon wird unter anderem behauptet, die vorgebliche Aufhebung des Vertrags resultiere aus einem Bruch des Kaufvertrags durch Finisar. Einen solchen Vertragsbruch hat es nach Ansicht von Finisar jedoch nicht gegeben. Vor dem Eingang der Erklärung von Infineon hatte Finisar Infineon darüber informiert, dass der Verwaltungsrat (Board of Directors) von Finisar darüber nachdenkt, ob er aufgrund seiner treuhänderischen Pflichten den Finisar-Aktionären die Transaktion weiterhin empfehlen kann.


Hintergrund sind einige ungünstige Entwicklungen, die sich unlängst im Fiber-Optics-Geschäft von Infineon ergeben haben. Das Überdenken der Empfehlung durch den Verwaltungsrat erfolgte im Einklang mit den Vertrags-bedingungen. Finisar hat Infineon wiederholt seine Bereitschaft versichert, seinen vertraglichen Verpflichtungen nachzukommen und unter anderem die Transaktion den Finisar-Aktionären zur Abstimmung unabhängig davon vorzulegen, ob die Empfehlung durch den Verwaltungsrat abgeändert oder widerrufen wird.


Finisar hat die Absicht, sich nachdrücklich gegen jegliche von Infineon möglicherweise eingeleiteten rechtlichen Schritte zu verteidigen und im Gegenzug Schadenersatz-forderungen für etwaige, durch Infineon verursachte Nachteile zu erheben.(jj)


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