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Bild 1: Prozessicherheit und Qualität bei Vierling soll die Lötwelle MWS 2335 von Seho steigern.
Bild 2:Fertigungsleiter Andreas Lebrecht nimmt die Lötwelle MWS 2335 von Seho  in Betrieb.

Der Mittelständler verfügt jetzt über eine neue Wellenlötanlage für die THT-Bestückung, einen weiteren leistungsfähigen Reflow-Ofen, einen zusätzlichen Bestückungsautomaten sowie weitere Feeder und Feederwägen für die SMT-Bestückung. Mit einem größeren Stickstofftank versorgt das Unternehmen die bestehenden und neuen Fertigungslinien zuverlässig mit Stickstoff, was optimale Lötergebnisse sicherstellen soll. Um Abstimmungsprozesse zu vereinfachen, hat Vierling darüber hinaus die Büros in der Fertigung umgebaut.

„Das Highlight ist die neue Lötwelle MWS 2335 von Seho“, sagt Andreas Lebrecht, Fertigungsleiter bei Vierling. „Sie verfügt über einen Stickstofftunnel, einen Doppel-Löttiegel für bleifreie und bleihaltige Fertigung sowie eine spezielle Lötkanalaufhängung für konstant hohe Fertigungsqualität. Zudem kühlt ein integriertes Kühlmodul Lötstellen schnell herunter, um besonders stabile Verbindungen zu erreichen.“ Die SMT-Fertigung ergänzt Vierling mit einem gebrauchten Reflow-Ofen V6-N2 von Rehm, einem zusätzlichen Bestücker sowie Feedern und Feederwägen. „Mit den Feedern und Feederwägen können wir mehr Aufträge vorbereiten, während die SMT-Linien noch andere Aufträge abarbeiten“, sagt Lebrecht. Insgesamt investiert Vierling in Ausrüstung im Wert von über einer Million Euro.

„Durch den gestiegenen Fertigungsdurchsatz der vergangenen Monate hat unser Stickstoffverbrauch zugenommen“, berichtet Andreas Lebrecht. „Die neuen Anlagen benötigen ebenfalls Stickstoff.“ Deshalb hat Vierling jetzt eine Gasversorgung mit einem Volumen von fast 30.000 Litern in Betrieb genommen. Stickstoff sorgt bei der Fertigung elektronischer Baugruppen für maximale Lötqualität. „Die neue Anlage erhöht die Reichweite unserer Vorräte“, erklärt Lebrecht. „Den alten Tank mussten wir alle eineinhalb Wochen auffüllen. Jetzt reicht eine Füllung doppelt so lange. Durch die große Abnahmemenge sinkt zudem der Preis.“

Baulich verändert hat Vierling darüber hinaus den Bürobereich: Für kurze Wege und schnelle Kommunikation hat Vierling die Büros der Fertigungsleitung sowie der Bereichsleiter Montage und Qualitätssicherung erweitert und zusammengelegt: mehr Fläche und ein Wanddurchbruch schaffen Raum für kurzfristige Besprechungen und sorgen für effiziente Abstimmung auf dem „kurzen Dienstweg“. „Die drei Bereiche arbeiten bei vielen Projekten eng zusammen“, erklärt Andreas Lebrecht. „Mit einer kleinen baulichen Änderung schaffen wir große Vorteile.“

„Erst vor einem Jahr haben wir ein neues System zur automatischen optischen Inspektion (AOI) angeschafft, das für miniaturisierte Bauteile in Bauform 01005 geeignet ist.“, erklärt Martin Vierling, Geschäftsführer. „Um wettbewerbsfähig zu bleiben, halten wir unsere Fertigung kontinuierlich auf dem Stand der Technik. Die aktuellen Investitionen sind die umfangreichsten seit über zehn Jahren.“