Die Kabeldurchführungstülle KEL-DPF deckt mit nur sieben Baugrößen Leitungen mit Durchmessern von 3 bis 70 mm ab.

Die Kabeldurchführungstülle KEL-DPF deckt mit nur sieben Baugrößen Leitungen mit Durchmessern von 3 bis 70 mm ab. Icotek

Einspeise- oder Versorgungsleitungen werden in der Regel mit einer herkömmlichen Kabeldurchführung in den Schaltschrank, Steuerkasten oder direkt in die Maschine eingeführt und abgedichtet. Für den Durchmesser der Leitung vor Ort ist allerdings meistens ein örtliches Elektrounternehmen zuständig. Welche Größe die Kabeldurchführung haben muss, kann deshalb oft erst bei der Montage vor Ort beantwortet werden. Die eingeplante Kabeldurchführung oder auch Kabelverschraubung ist deshalb oft zu klein oder zu groß. Vor allem bei sehr großen Querschnitten wird es für den Monteur, der die Maschine anschließen muss, oft eine Qual, starre Kabel durch eine Kabeldurchführung hindurch zu führen, die genau positioniert ist, weil herkömmliche Kabeldurchführungen oder -verschraubungen kaum Bewegungsspielraum zulassen.

Flexible Materialien sind die Lösung

Icotek, ein Hersteller von Kabeleinführungssystemen, hat deshalb flexible Kabeleinführungen entwickelt. Sie bieten dem Konstrukteur die Möglichkeit, eine Kabeleinführung mit sehr großem Klemm- und Dichtbereich vorzusehen und somit Montageprobleme vor Ort zu vermeiden.

Die  Kabeldurchführungstülle KEL-DPF erlaubt es, mit nur sieben Baugrößen Leitungen mit Durchmessern von 3 bis 70 mm einführen. Bei der Größe M63, als Beispiel, erstreckt sich der Klemm- und Dichtbereich von 27 bis 50 mm Kabeldurchmesser. Die Kabeltülle besteht aus einem Polyamidkorpus mit metrischem Gewinde, der mit einer pyramidenförmigen Tülle aus einem hochwertigen Elastomer umspritzt ist. Die flexible Tülle bietet dem Monteur beim Einführen der Leitung einen großen Spielraum. Auch wenn eine unflexible Leitung im Bogen in die Maschine oder in den Schaltschrankboden eingeführt werden muss, passt sich die Tülle der Biegung des Kabels an und dichtet es mit der Schutzart IP 65, IP66, IP 67 und IP68 ab. Die Tülle kann vor Ort entsprechend den Anforderungen abgeschnitten werden. Eine Skalierung an der Pyramide dient hierbei als Hilfe. Als Empfehlung gilt der tatsächliche Kabeldurchmesser abzüglich etwa 20 %. An dieser Stelle wird die Pyramide abgeschnitten. Lieferbar ist diese Kabeldurchführungstülle in den metrischen Größen M25, M32, M40, M50, M63, M75 und M85.

Die Kabeldurchführungstülle KEL-Ultra flex ist für größere Leitungen oder Wellschläuche mit einem Durchmesser von 25 bis maximal 115 mm ausgelegt.

Die Kabeldurchführungstülle KEL-Ultra flex ist für größere Leitungen oder Wellschläuche mit einem Durchmesser von 25 bis maximal 115 mm ausgelegt. Icotek

Für noch größere Leitungen oder Wellschläuche, insbesondere zur Einführung von Versorgungsleitungen in Schaltschränke, hat der Hersteller die Kabeldurchführungstülle KEL-Ultra flex entwickelt. Sie ist für Leitungen mit einem Durchmesser von 25 bis maximal 115 mm ausgelegt. Bei größeren Kabelquerschnitten ist es meist so, dass die Leitung kaum bis gar nicht versetzt oder bewegt werden kann. Die Kabelverschraubung muss deshalb genau passend positioniert sein – andernfalls ist das Anschließen vor Ort ausgesprochen schwierig. Die  Kabeldurchführungstülle KEL-Ultra flex hat dagegen einen großen Spielraum, sodass das Einführen der Leitung nicht zum Gewaltakt ausartet. Die Tüllen sind hochflexibel und bewirken so eine hohe Dichtigkeit (bis IP66), auch wenn die Leitungen oder Wellschläuche wie so oft nicht gerade eingeführt werden können. Zudem ist das Einführen der Leitungen sehr einfach: Die Tülle lässt sich entsprechend dem Kabeldurchmesser anpassen. Die spezielle Geometrie der Kabeleinführung fängt auch die mechanischen Kräfte auf die Kabeleinführung auf, ohne dass die Schutzart darunter leidet. Dies ist vor allem bei schräg ankommenden Leitungen wichtig.

SPS IPC Drives 2016: Halle 9, Stand 568