SuperTermelektroden sollen demnächst die Zertifizierung nach den Normen TS16949 und AECQ200 erhalten.

SuperTermelektroden sollen demnächst die Zertifizierung nach den Normen TS16949 und AECQ200 erhalten.

Keramikchipkondensatoren können bekanntlich aufgrund des spröden Materials durch Belastung brechen. Diese so genannten MicroCracks entstehen meist durch zu starkes Durchbiegen der Leiterplatte nach dem Bestückungsvorgang, und zwar in der Nähe der Anschlusselektroden. „Fatalerweise ist dieser Fehler oft nicht beim Endtest festzustellen, sondern tritt erst viel später auf, nämlich wenn über die Zeit Feuchtigkeit eindringt, den Kondensator niederohmig macht und es zum Kurzschluss kommt.“, erklärt Reinhard Meyer, Geschäftsführer bei RM Components im bayrischen Schwabach.
Aber der Distributor hat die Lösung im Programm: Die taiwanesische Holystone hat eine Anschlussterminierung entwickelt, bei der eine unter den Anschlusselektroden eingebrachte zusätzliche, flexible Polymersilberlage mechanischen Stress aufnehmen und absorbieren kann. „Diese SuperTermelektroden haben den Biegetest nach IEC600682-21 mit fünf bis sieben Millimeter überstanden – der Standard liegt bei ein bis zwei Millimeter“, freut sich Meyer.
Aber die Polymerlage hilft nicht nur bei mechanischer, sondern auch bei thermischer Belastung: SuperTermelektroden zeigen bei Temperaturschockbelastung selbst nach 3000 Zyklen keinerlei Ausfälle, während herkömmliche Keramikkondensatoren bereits ab etwa 500 Zyklen aussteigen. Kein Wunder also, dass Holylstone im asiatischen Markt bereits mehr als fünf Milliarden Stück produziert hat. Dazu Meyer: „Diese Zuverlässigkeit und Langlebigkeit ist ideal für Automotiv-, Luft- und Raumfahrtanwendungen.“ (mou)