Seit 1970 aktiv, arbeitet die Bückeburger SE Spezial-Electronic als Bauelementedistributor, wobei Bausteine von Maxim/Dallas und Epson das Portfolio anfangs deutlich dominiert haben. Gleichwohl war diese Phase sehr wichtig für die spätere Profilierung des Unternehmen: „Als ausgewiesener Spezialist haben wir in jener Zeit die Fähigkeit erworben, eine Produktlinie sehr intensiv und nachhaltig zu betreuen“, erinnert sich Christopher Wuttke. Der Vorsitzende des SE-Vorstands sagt, eine zukunftsorientierte Bauelementedistribution müsse inzwischen wesentlich mehr leisten und hat damit natürlich recht, denn in der Distribution hat sich die Zufriedenheit der Kunden zum entscheidenden Maßstab entwickelt. „König Kunde erwartet komplette Produkt und Serviceangebote.“ Aus dieser Forderung haben die Schaumburger einen grundlegenden Unternehmensumbau abgeleitet.
Heute präsentiert sich seine SE mit neuer Aufstellung: „27 Lieferanten für die Produktbereiche aktive, passive und elektromechanische Bauelemente, eine intensive Kundenbetreuung durch zehn Product Management Teams und ausgefeilte Logistikdienstleistungen
haben die Spezial-Electronic zu einem führenden Servicedistributor in Europa wachsen lassen.“

Das Produktprogramm erfolgreicher Distributoren muss so sortiert sein, dass es Angebote zu möglichst vielen Positionen jeder Anfrage erlaubt. SE erfüllt diese Forderung obwohl die Lieferantenzahl auf knapp dreißig fixiert wurde, um durchgängig mit hoher Kompetenz agieren zu können. Aktuell hat die Linecard folgende Struktur:
ACTIVEs mit zehn Lieferanten: Im Mittelpunkt stehen Analogund Mixed-Signal-Chips, ergänzt durch Mikrocontroller, Speicher, digitale Standardchips sowie Sensoren. Vertragspartner sind Maxim/Dallas, Epson, Rohm und Honeywell. Darüber hinaus sind Text- und Grafikdisplays von Osram, Winstar und Rohm, Flashspeicher von msystems, RFID-Transponder und -Reader von Sokymat und Tectus sowie Stromversorgschips und Systeme von Vicor, Maxim/Dallas und Rohm im Portfolio. Immer noch interessant sind diskrete Transistoren und Dioden von Rohm.
PASSIVEs mit zwölf Lieferanten: Ein umfangreiches Angebot führt SE bei Quarzen, Resonatoren, Oszillatoren, Echtzeituhren und Filtern von Epson Toyocom und Hosonic. Diesem gleicht das zu Kondensatoren. Keramische Ein- und Mehrschichtkondensatoren gibt es von Kemet, Rohm und Darfon; Tantal-Elkos von Kemet, Rohm und Matsuo; Plastik- und Papier-Filmkondensatoren von Evox Rifa und Wima, während für Aluminium-Elkos Yageo, CapXon und KJ gerade stehen. Widerstände von Rohm und Yageo sowie Speicherdrosseln von Sumida ergänzen das Programm.
EMECHs mit sieben Lieferanten: Besonders gut sortiert sind Industriesteckverbinder und Systemkomponenten aus der Harting-
Linie sowie Netzfilter und Funkentstördrosseln von Schaffner.
Daneben gibt es Elektroniksteckverbinder von Erni und Schaltbau, Relais von Finder, Anschlussleitungen für Sensoren und Magnetventile von Hotec sowie Positions- und Mikroschalter von Honeywell.
Ein umfangreiches Serviceangebot hat für den dauerhaften Erfolg eines Distributors allerdings einen ebenso hohen Stellenwert wie das Produktportfolio, denn Art und Umfang der Serviceofferte bestimmen die Kundenzufriedenheit und damit die Neigung, eine Kooperation zu beginnen oder das bestehende Geschäft auszubauen.
SE hat die Services auf unterschiedlichen Ebenen entscheidend erweitert, wobei etwa die SE-Servicecard aktuelle Angebote zu Produktsupport,
Website/Newsletter und Logistikservices zeigt.
Ein umfassender Produktsupport wird bei SE durch Product Management Teams sichergestellt, die Einkauf, Vertrieb, Applikation und Marketing für eine Linie bündeln, den Innen- und Außendienst anleiten sowie eine intensive Kundenbetreuung organisieren und darüber hinaus gemeinsam mit dem zentralen Marketing auch für die Gestaltung von SE-Website und SE-Newsletter sorgen. Die inzwischen zehn Teams bestehen aus Produktmanager,
Assistenz und verfügen zunehmend auch über einen
eigenen Applikationsingenieur, wobei der Markt bestätigt, dass sich SE mit den zugehörigen Leistungen als kompetenter und design-in-fähiger Distributor behaupten wird.
Logistikservices rücken dagegen dann ins Zentrum des Interesses, wenn ein Kundenprojekt an der Schwelle zur Serienfertigung steht: Kunde und Lieferant sollten spätestens zu diesem Zeitpunkt gemeinsam ein Logistikkonzept entwickeln, damit die Serienfertigung gegebenenfalls auch über viele Jahre zu günstigen Konditionen funktioniert und ohne Probleme abläuft.
In solchen Fällen ist der Kunde mit Spezial-Electronic gut beraten. Seit knapp zwei Jahren kümmert sich Stefan Heikebrügge als Director Logistics um die Services, wobei ihm im Bückeburger 860-Quadratmeter-Zentrallager neben 16 halbautomatischen Paternosterregalen und 100 Palettenstellplätzen vor allem elf hochqualifizierte Mitarbeiter zur Seite stehen. Was Wunder, wenn im vergangenen Jahr nahezu 85.000 Warenpositionen bei einer minimalen Fehlerrate ausgeliefert wurden. Auf gesunder Basis sucht Heikebrügge nun immer engere Kundenkontakte, um die Wertschöpfungskette durchzusprechen und alle Möglichkeiten zur Optimierung auszuloten. Aktuell sind kundenspezifische Logistikkonzepte bei über 20 Unternehmen umgesetzt oder vorbereitet.
„Es ist immer wieder sehr befriedigend, die meist erheblichen Potentiale für beide Seiten zu identifizieren und in geeignete Lösungen umzusetzen“, kommentiert Heikebrügge. Er berichtet im Kasten namens Zwei Fallstudien in Sachen Logistik hochinteressante Beispiele und folgert: „Ich bin davon überzeugt, dass noch
viele Kunden umfangreiche Möglichkeiten haben, ihre Lieferungen sicherer und kostengünstiger zu gestalten und die Spezial-Electronic ist gern bereit, sie auf diesem Weg umfassend zu unterstützen.“

Präsenz: SE Spezial-Electronic hat ihren Hauptsitz im niedersächsischen Bückeburg und verfügt über Vertriebsbüros in Berlin, dem württembergischen Ellwangen, Dortmund, dem holsteinischen Bad Bramstedt sowie über Auslandsniederlassungen in Moskau, Sankt Petersburg, Prag, Warschau und Veenendaal, Niederlande. (hn)

SE Spezial-Electronic
Tel.: (+49 57 22) 203-0