Beim Konstrukteurswettbewerb Formula Student Germany hat jedes Hochschulteam ein Jahr Zeit, um einen komplett neuen Rennwagen zu konstruieren. Bewertet werden die Prototypen auf dem Hockenheimring sowohl in dynamischen Disziplinen als auch in statischen. Die Fachjury entscheidet „auf dem Papier“ über das Abschneiden in den Kategorien technisches Design, Businessplan und Kundenpräsentation. Anhand der Performance auf der Rennstrecke werden die Fahrdisziplinen Acceleration (Beschleunigung aus dem Stand), Skid Pad (Achter-Parcours) und Autocross (Handling-Parcours) beurteilt. Ab 2017 beginnt der Wettbewerb in der Gruppe „Driverless“ auf einem eigenen Parcours. Hierfür dürfen auch Vorjahreswagen umgerüstet werden. Jeder Hauptsponsor wie beispielsweise Engineering-Dienstleister IAV stellt für „Driverless“ je einen Juror.

Formula Student Germany

Alle Teilnehmer der Formula Student 2016. IAV

Bereits am 14. und 15. Juli hatten die von IAV gesponserten Formula-Student-Teams und interessierte Gast-Teams zudem Gelegenheit, ihre Prototypen im Rahmen der IAV Race Days zu testen. Unter anderem nahmen die Teams „Fasttube“ der TU Berlin, „Munich Motorsport“ der HS München und „Baltic Racing“ der Hochschule Stralsund daran teil. Trotz Dauerregen wurden die Fahrzeuge auf dem Flugplatz Jahnsdorf auf Herz und Reifen geprüft. „Es gibt kein schlechtes Wetter, nur falsche Reifen“, bemerkt Christian Willenberg, der bei IAV Hauptansprechpartner für die Formula Student ist.

Neben dem eigentlichen Wettbewerb soll die Formula Student Germany auch eine Plattform für die beteiligten Studenten sein, die hier die Gelegenheit bekommen, sich potenziellen Arbeitgebern zu präsentieren – sei es aus dem universitären Umfeld oder auch bei beteiligten Unternehmen.