Forum der Innovationen

Die vom Austrian Research Center Seibersdorf organisierte Informationstagung Mikroelektronik 2001 findet vom 10. bis 11. Oktober 2001 in Wien statt. Highlights der Vorträge decken den Stand der Elektronikentwicklung und auch Zukunftsszenarien der Hochtechnologie ab.

Die international beschickte Tagung behandelt zahlreiche Themen der praktischen Elektronik-Anwendungen sowie die Technologie der IC-Herstellung, Aspekte der Telekommunikation, Medizintechnik etc. Ein Halbtag wird dem Thema “Die Zukunft der Schulinformatik” gewidmet, spielt doch die Heranbildung des Nachwuchses an Fachkräften eine entscheidende Rolle. Im Eröffnungsvortrag wird Stefan Philipp von Philips Semiconductors in Hamburg die hochaktuelle Frage der Sicherheit von Chipkartensystemen aufarbeiten.
Im Themenbereich Telekommunikation berichtet Thomas Neuroth in einem Keynote-Speech über seine Erfahrungen, wie man auch in Österreich mit Hochtechnologie als Unternehmer erfolgreich sein kann. Linus Maurer von der Universität Linz wird über die Entwicklung moderner Endgeräte-Empfängerarchitekturen vortragen, die effiziente W-CDMA-Anwendungen in Breitband-Mobilfunknetzen (UMTS) erlauben. Eine Podiumsdiskussion, zu der hochrangige Vertreter der in Österreich tätigen Telekom-Betreiber eingeladen sind, wird im Anschluss an die Vorträge zum Themenkreis Telekommunikation das hochaktuelle Thema “Die letzte Meile zum Kunden” beleuchten.
Bernd Höfflinger von IMS Stuttgart stellt die Frage “Kann die Mikroelektronik nach 2010 noch wachsen?” und behandelt in seinem Vortrag Szenarien und technische Erfordernisse für weiteres Wachstum bezogen auf IC-Entwicklungen. Wolfgang Pribyl von AMS International berichtet über die neuesten Entwicklungen bei der Errichtung von Mikroelektronikfabriken die erforderlich sind, den steigenden Bedarf zu marktgerechten Preisen abzudecken.
Medizintechnik als Hoffnungsmarkt
Der Gesundheitsbereich hält eine Reihe von Innovationen parat, die in Zukunft die herkömmlichen Heilmethoden revolutionieren wird. Dieses interessante Thema eröffnet sich unter anderem im Vortrag “Mikrosystemtechnik für Medizin und Biologie” eines Experten der Stanford University. Österreich spielt hier aber auch eine nicht zu unterschätzende Rolle, so legt Gerhard Wießpeiner von der TU Graz die erstaunlichen Ansätze dar, die Mikroelektronik und Mikrotechnik in der Medizintechnik eröffnen.
Die einzelnen Themenkreise werden von weiteren Kurzvorträgen abgerundet. Die Präsentation von beinahe 50 Posterbeiträgen im Rahmen der Tagung wird über neueste technische Entwicklungen, vor allem aus den Universitäten, informieren. Am Nachmittag des zweiten Konferenztages findet ein vom Austrian Research Center Seibersdorf veranstalteter Workshop zu Fragen der Softwaresicherheit statt. Mikroelektronik ist auf das Engste mit der implementierten Software verbunden. Da derartige “Embedded Systems” immer stärker auch in sicherheitskritischen Anwendungen eingesetzt werden, muss der Zuverlässigkeit verstärktes Augenmerk gewidmet werden. Gerhard Chroust von der Universität Linz wird an Hand eines Praxisbeispiels der Frage nachgehen, in wie weit Sicherheit durch Prozessqualität und komponentenbasierte Entwicklung gewährleistet werden kann. Weitere Vorträge werden das Thema, vor allem aus Sicht der Praxis und aus Sicht der KMUs betrachten.
Die Informationstagung Mikroelektronik wird vom Austrian Research Center Seibersdorf organisiert, als Veranstalter treten neben Seibersdorf das Außeninstitut der Technischen Universität Wien, das Dekanat der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik der Technischen Universität Graz sowie das Österreichische Forschungs- und Prüfzentrum Arsenal auf.
Die Teilnahme an der Tagung ist kostenlos, jedoch ist eine Anmeldung bis längstens 26. September erforderlich.

ARCS
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