Auf die Schnelle

Das Wesentliche in 20 Sek.

  • Klassische NC-Bedienfelder behindern Industrie-4.0-Konzepte
  • Digitalisierung der Fertigung braucht Multitasking-fähige Panel
  • Grob setzt auf individuell entwickeltes Bedien-Panel
  • Software-Tools unterstützen Flexibilisierung in der Fertigung
  • Echtzeit-Framework koordiniert NC-Steuerung, Visualisierung und ERP-Anbindung
Gemeinschaftsentwicklung: Das von den Grob-Werken und Schubert System Elektronik gemeinsam entwickelte Bedienterminals Grob4Pilot am 5-Achs-Universalbearbeitungszentrum G350-Generation 2. Schubert

Schubert

Gemeinschaftsentwicklung: Das von den Grob-Werken und Schubert System Elektronik gemeinsam entwickelte Bedienterminals Grob4Pilot am 5-Achs-Universalbearbeitungszentrum G350-Generation 2. Schubert

Schubert

Der Werkzeugmaschinenhersteller Grob gilt als Spezialist für komplexe Fertigungssysteme, in denen Bearbeitungszentren und Montageeinrichtungen für die Produktion von Motoren, Getrieben und anderen Fahrzeugkomponenten komplett automatisiert zusammenarbeiten. Daneben fertigt das global operierende Familienunternehmen auch 5-Achs-Bearbeitungszentren für den Einsatz in verschiedensten Branchen.

Digitalisierung in der Fertigung

Nach Ansicht von Experten lassen sich mit Industrie-4.0-Konzepten je nach Branche Produktivitätssteigerungen von bis zu 30 % realisieren. Allerdings gibt es eine große Bandbreite bei der Umsetzung: Während in der Automobilindustrie die Vernetzung und Digitalisierung schon weit fortgeschritten sind, beginnen viele kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) gerade erst, geeignete Prozesse zu implementieren. Um ihnen die Digitalisierung zu vereinfachen, hat Grob das System Grob-Net4Industry initiiert, dessen zahlreiche Tools helfen, die Produktivität zu steigern. „Wir haben beobachtet, dass viele unserer KMU-Kunden sehr leistungsfähige Universalmaschinen bei uns kaufen, diese dann aber nicht optimal auslasten können“, stellt Markus Frank fest, Produktmanager für Grob-Net4Industry. Nach seiner Erfahrung fehlt es bei vielen Unternehmen an der Umsetzung von integrierten Prozessen: Workflow, Überprüfung und Freigabe von NC-Programmen oder die Anbindung an ein ERP-System sind in vielen Fällen nicht digital. Beispielsweise laufen bei Unternehmen die Bearbeitungszentren zwar im Dreischicht-Betrieb, qualifizierte Mitarbeiter für die NC-Programmierung arbeiten aber nur in den ersten beiden Schichten. Steht dann in der Nachtschicht die Umstellung auf eine neue Serie an, kann es sehr lange dauern, bis das erste Bauteil produziert wird.

Die Tools von Grob verbessern die werksübergreifende Transparenz innerhalb der Produktionsprozesse. Kunden können die verschiedenen Module gemäß ihren Anforderungen kombinieren und so die Vernetzung und Digitalisierung ihrer Produktion vorantreiben. Ein Beispiel ist das Modul Grob4Connect, das die nahtlose Anbindung an ERP-Systeme ermöglicht.

Aktuell besteht das Framework aus zehn Modulen, die Kunden auch als On-Premise-Software auf eigenen Systemen installieren können. Alternativ stellt der Maschinenbauer mit dem Grob4Portal auch eine eigene Cloud-Lösung zur Verfügung. „Alle Software-Module setzen wir auch für unsere eigene Produktion in Mindelheim ein“, so Frank. Dies führt zu einer direkten Rückkopplung aus der Praxis, worin Frank einen wesentlichen Unterschied zu den Lösungen des Wettbewerbs.

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