Mit der Unterstützung des Landes Niedersachsen errichtet die Fraunhofer-Gesellschaft ein Projektzentrum in Braunschweig. Dazu haben die Verantwortlichen jetzt eine Vereinbarung unterschrieben. Das neue Projektzentrum soll zunächst eine gemeinsame Forschungsplattform für das Institut für Keramische Technologien und Systeme (IKTS) sowie dem Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung (IFAM) sein. Zudem sollen die beiden Institute eng mit der Battery Labfactory der Technischen Universität Braunschweig kooperieren.

Unterzeichneten die Vereinbarung für ein neues Fraunhofer-Projektzentrum (v. l.): Gabriele Heinen-Kljajić, Niedersächsische Ministerin für Wissenschaft und Kultur, Prof. Jürgen Hesselbach, Präsident der TU Braunschweig, und Prof. Reimund Neugebauer, Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft.

Unterzeichneten die Vereinbarung für ein neues Fraunhofer-Projektzentrum (v. l.): Gabriele Heinen-Kljajić, Niedersächsische Ministerin für Wissenschaft und Kultur, Prof. Jürgen Hesselbach, Präsident der TU Braunschweig, und Prof. Reimund Neugebauer, Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft. Jürgen Markus

Das Ziel des Fraunhofer-Projektzentrums ist die Erarbeitung von Systemlösungen für Batterien und Brennstoffzellen im Bereich Elektromobilität sowie für stationäre Speicher als Bestandteil der Energiewende. Durch die Zusammenarbeit der Institute und den Forschungseinrichtungen der TU Braunschweig soll besonders das material-, produktions- und systemtechnische Knowhow für die und mit der Industrie wachsen. Im Projektzentrum sollen die Forscher die komplette Wertschöpfungskette, von den Rohstoffen über Komponenten, die Verfahrens- und Produktionstechnik sowie Qualitätssicherung bis hin zur Systemintegration entwickeln. Gabriele Heinen-Kljajić, Niedersächsische Ministerin für Wissenschaft und Kultur, begrüßt den Schritt: „Bei der Entwicklung von Batterien der nächsten Generation ergibt sich für Deutschland die einmalige Gelegenheit, sich wieder an die Spitze dieser strategisch wichtigen Technologie zu setzen.“

Für die Umsetzung des Frauenhofer-Projektzentrums ist ein Neubau im Großraum Braunschweig geplant, der Platz für rund 100 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen bieten soll. Während der 5-jährigen Aufbauphase tragen die Fraunhofer-Gesellschaft und das Land Niedersachsen gemeinsam die Finanzierung von jeweils zwei Millionen Euro pro Jahr. Im Anschluss soll das Projektzentrum Teil der Bund-Länder-Finanzierung der Fraunhofer-Gesellschaft werden. Zuvor werden jedoch die inhaltlichen und organisatorischen Fortschritte evaluiert und eine eventuelle Überführung in die Form einer selbstständigen Fraunhofer-Einrichtung geprüft.