Fluke Corperation führt die GPS-disziplinierten Frequenzreferenzen 910 und 910R ein. Beide Frequenzreferenzen liefern Zeitsignale mit guter Stabilität über lange, mittlere und kurze Zeitperioden.


Bei diesen Produkten wird die Rückführbarkeit über Messung und Aufzeichnung der Differenz zwischen interner Frequenz und empfangener Frequenz des GPS-Signals sichergestellt. Die Basisstabilität der Frequenzreferenzen wird bei dem Model 910 durch einen temperaturkontrollierten Quarzoszillator (OCXO) und durch einen Rubidium-Oszillator im Model 910R erreicht. Damit wird eine interne Kurzzeitstabilität von 3×10-12 bzw. 5x 10-12 gewährleistet.


Für Frequenzreferenzen mit hoher Langzeitstabilität sind typischerweise Cäsium basierte Geräte am besten geeignet, allerdings mit einem wesentlichen Kostennachteil. Die frequenzdisziplinierten Geräte von Fluke hingegen nutzen den Vorteil der cäsiumstabilen Zeitsignale von 24 GPS Satelliten, die im Orbit kreisen. Die ständigen Informationen der Satelliten werden zum einen für die Konditionierung oder Kalibrierung der interen Referenzfrequenz und zum anderen zur Verbesserung der Langzeitstabilität benutzt.


Der bisherige Nachteil dieses Verfahrens war die fehlende Rückführbarkeit. Instrumente, die diese Methode benutzten, mussten regelmäßig zur Sicherstellung der Rückführbarkeit, in einem geeigneten Labor kalibriert werden.


910 und 910R lösen dieses Problem über einen eingebauten hochgenauen Frequenzzähler, der kontinuierlich die interne Frequenz mit der empfangenen GPS-Frequenz vergleicht. Diese Daten werden über eine Periode von mehreren Jahren aufgezeichnet und in einem „non-volatile RAM“ gespeichert. Sie können in einen externen PC übertragen und dort permanent gespeichert werden. Die Daten werden ebenfalls dazu benutzt, die Frequenzabweichung ständig auf dem Display der Geräte darzustellen.