Eine hochkarätige Jury mit Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft unter Leitung von Prof. Dr. Viktor Mayer-Schönberger vom Oxford Internet-Institut hat fünf Ansätze für die nächste Runde der Förderung empfohlen. Ausgewählt wurden die Anträge folgender Institutionen:

  • Bayerische Akademie der Wissenschaften
  • Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover
  • Karlsruher Institut für Technologie (KIT)
  • Ruhr-Universität Bochum
  • Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung

Diese fünf Gremien sollen nun ausgereifte Konzepte für das geplante Deutsche Internet-Institut erarbeiten, das den Digitalen Wandel und seine Auswirkungen auf Alltag, Wirtschaft und Gesellschaft in seiner ganzen Komplexität erforschen soll. Der vom BMBF dazu gestartete Ideenwettbewerb ist in der deutschen Forschungslandschaft auf große Resonanz gestoßen. Nach der finalen Auswahl im Frühjahr 2017 soll eines der fünf Konzepte umgesetzt werden. Für den Aufbau des Deutschen Internet-Instituts sind in den ersten fünf Jahren Finanzmittel in Höhe von bis zu 50 Millionen Euro vorgesehen.

Ziel des geplanten Instituts ist es, die Digitalisierung besser zu verstehen und zum Wohle der Gesellschaft nutzbar zu machen. Hierzu ist eine intensive, interdisziplinäre Erforschung von gesellschaftlichen, wirtschaftlichen, rechtlichen und politischen Aspekten der Digitalisierung auf der Grundlage eines profunden Verständnisses der technologischen Entwicklungen erforderlich. Neben exzellenter Forschung und der Förderung wissenschaftlichen Nachwuchses gehört es auch zu den Aufgaben des zukünftigen Instituts, seine Erkenntnisse der Forschung für Gesellschaft, Wirtschaft und Politik zugänglich zu machen.