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"Mit dem neuen, zweijährigen Turnus wird die Führungsposition der Vision weiter ausgebaut und ihre Bedeutung als weltweite Innovationsplattform gefestigt." Ulrich Kromer, Geschäftsführer der Messe Stuttgart
"Die Ausstellerqualität wird sich für den Besucher durch den Turnuswechsel weiter erhöhen und sowohl Besucher als auch Aussteller werden von einer gesteigerten Effizienz der Vision profitieren." Zollitsch, Geschäftsführer von Stemmer Imaging
"Wir sind sicher, dass der Wechsel auf einen Zwei-Jahres-Turnus die richtige Entscheidung ist." Torsten Wiesinger, Geschäftsführer von IDS

Die großen Aussteller wie Stemmer Imaging, IDS oder Basler begrüßen den Schwenk zur zweijährlichen Messe. Ein von ihnen immer wieder geäußertes Argument bezieht sich auf die zeigbaren Produktneuheiten: „Die Innovationszyklen der Mehrzahl der international führenden Hersteller belaufen sich auf länger als zwölf Monate, so dass der bisher jährliche Messeturnus nicht mehr zeitgemäß war“, erklärt etwa Christof Zollitsch, Geschäftsführer von Stemmer Imaging. Das Thema USB3-Vision-Standard ist dafür ein gutes Beispiel: Den eigentlichen Zeitplan, die finalen Spezifikationen auf der Vision im November 2012 vorzustellen, konnte die Automated Imaging Association (AIA) nicht einhalten. Dabei kündigte der Verband noch Anfang des vergangenen Jahres die Fertigstellung des ersten Release‘ bis zu eben diesem Datum an. Natürlich war der Zeitplan ambitioniert, aber eine Enttäuschung war die verschobene Veröffentlichung trotzdem. Die entstandene thematische Lücke füllten die Aussteller einerseits mit seit Längerem erhältlichen USB-3.0-Kameras, andererseits mit ‚Wir sind Hardware-mäßig bereit für den Standard‘-Erklärungen.

Aber abgesehen von solchen Pannen steht hinter dem Innovationen-Argument natürlich wirtschaftliches Kalkül. Schließlich wollen die Aussteller ihre gezeigten Produkte verkaufen. Außerdem müssen die zum Teil erheblichen Kosten für den Messestand durch zusätzlichen Umsatz wieder reinkommen. Darum sind spannende Neuheiten umso wichtiger, die Besucher als potenzielle Kunden in die Messehallen locken. Und Letzteres gelang mit eher mäßigem Erfolg: Die Besucherzahlen der Vision blieben zuletzt stabil: 2012 kamen mit rund 7.000 Fachleuten ebenso viele wie im Jahr zuvor. Mit dem gleichzeitigen Austellerrekord 2012 kamen also weniger Besucher pro Aussteller. Das spricht nicht gerade für steigende Umsätze bei den Unternehmen. Dementsprechend deutlich sind die Stimmen der Aussteller: Dr. Dietmar Ley, Vorstandsvorsitzender von Basler, erklärt: „Als einer der größten und langjährigsten Aussteller stehen wir voll und ganz hinter dem neuen Messekonzept.“