Die Kontrolle der jeweiligen Multicore-SoCs und ihr Debugging erfolgt bei der UDE 4.4 innerhalb eines dafür  optimierten Nutzer-Interfaces. Unterschiedliche vom Anwender festlegbare Farben und selbst definierbare Ansichtsgruppen für einzelne Funktionseinheiten verbessern die Übersicht und vereinfachen auch in komplexen Bausteinen die Navigation, wobei wahlweise sowohl eine getrennte als auch  synchrone Steuerung der aktiven Einheiten möglich ist.

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Das System nutzt die unterschiedliche On-Chip-Debug-Logik der unterstützten Chip-Architekturen in vollem Umfang aus und bietet dem Anwender eine herstellerübergreifende und dabei konsistente Bedienoberfläche. Unter anderem lassen sich mit der UDE 4.4 jetzt Trace-Daten-Ströme in einer Datenbank abspeichern und so für eine spätere Offline-Analyse verwenden. Für die Durchführung von Code-Coverage-Messungen mit begrenztem On-Chip-Trace-Speicher lassen sich  Messergebnisse  zudem automatisch akkumulieren. Um Branch-Coverage-Messungen auch an hochoptimierenden Code zu ermöglichen, nutzt die UDE 4.4  eine für alle Compiler-Hersteller offene Erweiterung des DWARF-Standards. Neben der Darstellung von Variablen zur Laufzeit des Programms ist auch eine gleichartige Darstellung basierend auf Daten-Trace möglich.

Zur  Aufnahme externer Trace-Daten steht mit dem Universal Access Device (UAD) 3+ ein Hardware-Tool mit 4 GByte externem Trace-Speicher zur Verfügung. Ein vier serielle High-Speed-Lanes mit jeweils bis zu 3,25 GBit/s Übertragungsgeschwindigkeit unterstützendes Aurora-Trace-Pods sorgt für die Zukunftsfähigkeit des Zusatztools. Das Objektmodell der UDE wurde vor allem in den Bereichen Trace-Daten-Auswertung, Makros und Multicore-Breakpoints deutlich erweitert. Diese funktionsreiche und flexible Software-Schnittstelle der UDE wird von weiteren externen Tools für den Target-Zugang, die Flash-Programmierung und die Targetsteuerung verwendet. Dazu zählen unter anderem PikeTecs Time Partition Testing (TPT) für modellbasierten Test sowie der uml Debugger von LieberLieber Software,der als Option für Enterprise Architect / Embedded Engineer das Debuggen auf UML-Modellebene bietet.

Zu den von der UDE 4.4 neu unterstützten Mikrocontrollern zählen unter anderem die aktuellsten Modelle der Aurix-Familie von Infineon (TC29x, TC27x, TC26x, TC23x, TC22x inklusive Emulation Devices), der Qorivva-Bausteine MPC57xx von Freescale (MPC5746M, MPC5777M, MPC5748G, MPC5746C, MPC77xK und MPC574xP) sowie der SPC57x-Familie von STM. Bei diesen Modellreihen ist auch das Debugging der Programme für die integrierten GTMs (Generic Timer Module) und HSMs /Hardware Security Module)  möglich. Auch für die Embedded Power ICs TLE98xx von Infineon, die Cortex-M basierten Bausteine STM32Fx von STMicroelectronics sowie die Zynq-7000-Familie von Xilinx unterstützt das Tool.