Das Geschäft mit industriellen 3D-Druckern entwickelte sich in den vergangenen Jahren zum Milliardengeschäft. In Deutschland will General Electric nun ein Stück vom lukrativen Kuchen abhaben und investiert 100 Millionen Euro in den Ausbau des Standorts Lichtenfels. Zusätzlich entstehen am GE-Forschungszentrum in Garching mit weiteren 15 Millionen Euro an Investitionsmitteln 50 neue Stellen, und das Unternehmen eröffnet ein Kundenzentrum für 3D-Druck.

Der Siemens-Rivale General Electric investiert 115 Millionen Euro in den Ausbau der Standorte Lichtenfels und Garching für den industriellen 3D-Druck. Dadurch entstehen in Bayern 750 Arbeitsplätze in der Branche.

Der Siemens-Rivale General Electric investiert 115 Millionen Euro in den Ausbau der Standorte Lichtenfels und Garching für den industriellen 3D-Druck. Dadurch entstehen in Bayern 750 Arbeitsplätze in der Branche. Tim Brakemeier

Mit 3D-Druckern lassen sich schon heute Teile für Schiffs- und Flugzeugturbinen, Fahrzeugteile oder Zahnimplantate und Bohrer herstellen. Das erste Triebwerk mit 3D-gedruckten Teilen als Kraftstoffdüsen war die „Leap Engine“ von General Electric. Der Konzern will den Umsatz auf dem Markt für 3D-Druck bis 2020 auf eine Milliarde US-Dollar anheben und innerhalb der nächsten zehn Jahre 10.000 Maschinen verkaufen. GE setzt dabei zunächst vorrangig auf Teile für die Luftfahrtbranche.

Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner zeigte sich hoch erfreut über die Nachrichten: „Verfahren wie der 3D-Druck sind einer der großen Innovationstreiber im Zeitalter der Digitalisierung und Bayern ist weltweit ein führender Standort für die Industrie 4.0. Durch das Engagement von GE bauen wir diesen Kompetenzvorsprung weiter aus.“