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Die Titelseite der Maiausgabe der IEE im Jahr 1991. Die Themen CAE-Systeme, Bildverarbeitung und Lichtschranken der damaligen Ausgabe decken Themen von der Leit- über die Prozess- bis zur Feldebene ab.
Mit diesem Servoregler machte Jetter seinen Schritt zur digitalen Antriebssteuerung.
20 Jahre später ist die digitale Antriebssteuerung längst Standard. Mittlerweile sind es oft die Feinheiten der Software, die die Funktionalitäten eines Antriebssystems ausmachen.

In der Maiausgabe der IEE – damalsdas noch unter dem Namen ‚industrie-elektrik + elektronik‘, von dem unser Akronym IEE stammt – fand sich eine Meldung des Servoreglers Dima der Firma Jetter. Die Überschrift der Meldung ‚Keine Schnittstelle zwischen Steuerung und Motorwelle‘ trifft den Kern der damaligen Entwicklung. Denn das Ziel war es, die Antriebstechnik in die Steuerung sowohl auf der Hardware- und insbesondere auch auf der Softwareebene schnittstellenfrei zu integrieren. Der Servoregler konnte über die Prozess-SPS angesteuert werden. So konnte die übliche Satzprogrammierung des Servoteils und die damit verbundenen Hard- und Software-Schnittstellen entfallen.

Immer digitaler

„Mit dem Antriebssystem Dima-2 hatte die damalige Jetter GmbH zwei wichtige Alleinstellungsmerkmale gegenüber dem Wettbewerb“, führt Andreas Kraut, Vorstand Entwicklung und Vertrieb bei Jetter, aus. „Zum einen war dies einer der ersten volldigitalen Servoregler, der auf dem Markt erhältlich war, zum anderen war die Antriebstechnik vollständig in die Steuerungstechnik integriert.“
Den Schritt von analog zu digital ging die Antriebstechnik in den 90ern.

Mittlerweile ist die Digitalisierung längst kein Thema mehr. Viele Funktionalitäten von Antriebssystemen verlagern sich einen Schritt weiter in die digitale Welt: in die Software. Kraut kommentiert die momentane Situation von Antriebssystemen und die Position seines Unternehmens: „Heutzutage ist die volldigitale Ansteuerung von bürstenlosen Servoantrieben Stand der Technik. Trotzdem haben wir, was die Integration der Antriebstechnik in die Software anbelangt, immer noch einen Vorsprung gegenüber den klassischen SPS-Systemen. Diesen Vorteil wissen unsere Kunden sehr zu schätzen.“

Antrieb, Steuerung und Programmierung

Mit der Jetmove-Reihe verfügt Jetter, heute eine AG, über ein breites Portfolio an dynamischen Servoverstärkern und -motoren für jede Leistungsklasse. Der jüngste Spross der Verstärker-Familie ist der Servoregler Jetmove 225. Mit einem Nennstrom von 25 A und einem maximalen Strom von 50 A ist der Servoregler für Anwendungen geeignet, bei denen hohe Drehmomente erforderlich sind. Bei identischen Außenmaßen wie der Jetmove 215, bietet der 225 mit 7 kW jedoch eine höhere Dauerleistung. Mit dem Servoregler lassen sich unterschiedliche Motortypen mit dem Gerät ansteuern, optional auch mit ‚Sicherer Halt‘.

Die Regler und Antriebe kommen bei verschiedenen Anwendungen in der Industrie zum Einsatz, sei es als Einzelantriebe oder auch miteinander koordiniert im Technologie- und Bahnverbund. Darunter fallen auch Roboteranwendungen und Technologiefunktionen wie die Wickelfunktion oder die fliegende Säge. Im Gegensatz zur Dima-2, die noch über Registerzugriffe mit der Programmiersoftware kommunizierte, bietet das Entwicklungstool Jetsym dem Anwender heute Setup-, Optimierungs- und Diagnosefunktionen. Die Programmierung erfolgt in der Hochsprache Jetsym STX, in die die Motion-Befehle eingebunden sind.