News aus der Netzwerk-Welt

Giga für‘s Millennium

Mit einem professionellen Offert und entsprechendem Know-how konnte sich „Shooting-Star“-KSI bei einem prominenten Netzwerkauftrag durchsetzen. Das gibt Anlass, sich neben dem Projekt auch mit dem interessanten Hintergrund des Marktes zu befassen.

In der modernen Computervernetzung gab es innerhalb der letzten Jahre einige technologische Riesenschritte. Das Wort „Mega“ entlockt dem Computerfreak nur noch ein müdes Lächeln – „Giga“ ist angesagt und das nicht nur bei Speicherplätzen. Wer sich mit Netzwerken im Detail befasst, stellt fest, dass hier verstärkt unterschiedlichste Technologien aufeinander treffen und immer wieder angepasst oder ersetzt werden müssen. Eine der Hauptaufgaben ist die Entfernung sogenannter „Flaschenhälse“, um die Geschwindigkeit zu steigern. Dabei stellt sich oft die essentielle Frage, was eigentlich der Stand der Technik ist. Als Antwort sehen Experten im Prinzip die strukturierte Verkabelung mit Kupfer- und Lichtwellenleitern an, wobei die weltweit häufigste Verkabelungsart bei LAN-Projekten die strukturierte Verkabelung mit Category 5 Komponenten ist. Diese Verkabelungsart konnte sich deshalb so schnell durchsetzen, weil in das selbe System unter anderem auch ISDN-, Telefon- und Sprechanlagen komfortabel integriert werden können.

Aufwärtstrend
In den letzten Monaten nahm die Anzahl der Gigabit-Ethernet-Installationen drastisch zu. Der Ende 1999 verabschiedete CAT 5e-Standard („e“ für enhanced, erweitert) bildet dabei international die Grundlage für diese Technologie, wobei hier Kupferkabel verwendet werden. Die entsprechenden aktiven Komponenten kommen derzeit verstärkt auf den Markt, was zur Folge hat, das sich die Preise und Lieferzeiten reduzieren.
In Europa wird nach wie vor der CAT-6 und CAT-7 Standard diskutiert und angeblich soll die Normung (schon wieder!) bald durchgeführt werden. Faktum ist jedoch, dass die Amerikaner CAT5e (als CAT5-Nachfolger) genormt haben und sich damit die gesamte Industrie, die aktive Komponenten herstellt, entwickelt und baut – wie 3Com, Cisco, etc. – auf diesen Standard einstellt. Für die leistungsfähigen Netzwerke auf Gigabit-Ethernet-Basis wird damit der CAT5e-Standard zur Plattform und setzt sich somit global durch. Wer sich aber erst kürzlich anders entschieden hat, braucht die Flinte nicht ins Korn zu werfen: Wurden in der Vergangenheit gute CAT5-Kabel verlegt, ist es durchaus möglich, dass man damit den CAT5e-Standard erreichen kann. Um diesen zu erfüllen, müssen jedoch einige neue Parameter eingehalten werden. Wer sich darüber Gewissheit verschaffen will, ob sein bisheriges Netz „Gigabit-tauglich“ ist, kann zum Beispiel durch die Spezialisten der Kontakt Systeme Inter die erforderlichen Messungen mit modernsten Messgeräten vornehmen lassen. Dies verursacht nur geringe Kosten und kann den Weg für die neueste Technologie frei machen.

Lifetime-Garantie
ITT-Industries war vermutlich das erste Unternehmen, das weltweit gesehen den richtigen Weg vorausahnte und konsequent beschritt, denn es forciert die CAT5e-Technologie mit den entsprechenden Parametern seit einigen Jahren und hat dadurch einen entsprechenden Wissens-Vorsprung. Gerd Kaufmann, KSI-Chef, hält dies für einen wichtigen Faktor, denn: „ … dies wirkt sich so weit aus, dass sogar eine lebenslange Garantievereinbarung getroffen werden kann. Es ist sogar möglich, die in der Norm gesetzten Limits erlaubterweise zu überschreiten.“
Branchengrößen wie Microsoft und Compaq werden gerade nach diesem Standard verkabelt, aber auch die Bank Austria und Pharmaunternehmen wie Boehringer Ingelheim und Roche, um nur einige zu nennen, haben diesen Trend erkannt. Immer häufiger wird die Cat5e-Technologie in modernen Gebäuden, wie eben dem Millenniums-Tower entsprechend eingesetzt.
Natürlich wird auch schon wieder am nächsten Quantensprung gearbeitet, aber diesmal sind die Ziele bescheidener. Die nächste Norm wird sich auf ein 10-Gigabit-Ethernet erstrecken, wobei man sich statt der bisherigen Vertausendfachung (z. B. Mega auf Giga) mit einer Verzehnfachung zufrieden gibt.

Das Millenniums-Projekt
Österreichs höchstes Bürogebäude bietet rund 38.000 Quadratmeter Büroräume bis in eine Höhe von 202 Meter. Aufgrund eines Zutrittsystems kann auf Knopfdruck jederzeit die Zahl der im Gebäude befindlichen Personen festgestellt werden. Dieser „High-Tech-Koloss“ wartet mit vielen Raffinessen auf und besitzt dementsprechend intelligentes Innenleben.
Einige Stockwerke werden von der Softwarefirma SDS, einem Raiffeisen-Tochterunternehmen „bewohnt“ und diese investierten kürzlich in ein High-Tech-Computernetzwerk. Dabei handelt es sich um ein Gigabit-Ethernet auf Kupferbasis von ITT-Networks, das von KSI geliefert wurde.
Schon im Vorfeld des Umzugs war der Aufwand gewaltig, immerhin warteten fast 400 Personen auf die neuen Räumlichkeiten. Der Wechsel sollte reibungslos und unter großem Zeitdruck bewerkstelligt werden, was einen Planungsvorlauf von einem halben Jahr Dauer erforderlich machte. Seitens des Projektleiters, Ing. Peter Fischer – er hatte zuvor bereits in der Mediaprint ein kommerzielles Netzwerk aufgebaut und gelangte dann zum EDV-Dienstleister SDS – wurde „die perfekteste, leistungsfähigste und sicherste Technologie“ gefordert. Sozusagen als Draufgabe musste bei dieser Gelegenheit auch beim Betriebssystem von IBM OS-2 auf Microsoft Windows-NT umgestellt werden. Er resümiert: „Wir hatten die Übersiedlung innerhalb von vier Tagen über die Bühne zu bringen. Am fünften Tag funktionierte die Anlage ab 8 Uhr morgens reibungslos.“

Know-how entscheidet
In dem Hochgeschwindigkeits-Netzwerk sollten erstmals sieben Cisco Router der Type Catalyst 6000 eingesetzt werden, was aufgrund der hohen Anforderungen in Punkto Ausfallssicherheit die optimale Lösung darstellte.
Um den beachtlichen Auftrag bemühten sich rund zehn namhafte Bewerber, wobei alle Normen, Kategorien und Klassen, die es für Netzwerke gibt, zur Sprache kamen. Category-6, Category-7 und „Goldene Linien“ (IBM) wurden angeboten und Fischer erinnert sich: „Auch Großanbieter lieferten eher flaue Angebote, mit windigen Konstruktionen, die oft nur mit missverständlichen Skizzen verziert waren“. Nicht so bei KSI, wo schon beim ersten Anlauf ein äußerst professionelles Offert ausgearbeitet wurde, dass bezüglich Preis, Leistung sowie Termin entsprach und ein ISCS-Verdrahtungssystem der ITT-Networks auf Kupferbasis enthielt. Diesem wurde schließlich der Vorzug gegeben und seitens SDS fand sich das darin gesetzte Vertrauen bestätigt, denn: „Das Sicherheitsdenken wurde bei diesem Projekt groß geschrieben, da auch nur kurzzeitige Ausfälle unheimlich viel Geld kosten würden,“ wie Gerd Kaufmann nicht ohne Stolz auf „sein“ System berichtet. Geradezu als Ehre wurde es dann auch angesehen, dass der Fertigstellungstermin vereinbarungsgemäß eingehalten werden konnte.

Kontakt-Systeme Inter
Tel. (01) 610 96-0
ksi@ksi.at
http://www.ksi.at

Neuer Steckverbinder-Katalog
KSI brachte kürzlich den neu überarbeiteten, gedruckten Katalog „Elektronik-Steckverbinder 6.0“ heraus. Das Titelbild ist wie immer künstlerisch gestaltet und behält die typische KSI Linie bei. Dieser Katalog bietet einen breiten Überblick über Technologie und Produkte, wobei parallel zum gedruckten Werk auf der Homepage (www.ksi.at) alle Fakten ebenfalls zu finden sind. Aber: Durch tägliche Ergänzungen ist der Internet-Katalog ständig up-to-date. Der gedruckte Katalog gibt jedoch einen schnellen Überblick und ist für Besprechungen oft leichter einsetzbar.
Er beinhaltet Steckverbindergruppen, die hauptsächlich in der Elektronik und EDV verwendet werden. Die Artenvielfalt reicht von Miniatur-Rundsteckern über SCSI-, D-Sub- bis zur DIN 41612 Steckerfamilie. Es wurden viele neue, moderne Steckerfamilien aufgenommen, so finden sich alle Typen von Telefon- und Computersteckern (bis CAT5e), aber auch gesuchte „Oldies“, wie DIN 41617, DIN 41618 und DIN 41622.
Der Teilbereich „Steckverbinder für die Elektronik und Datenverarbeitung“ umfasst vier Kataloge, die laufend ergänzt werden und kostenlos für Kunden und Interessenten zur Verfügung stehen. Die Preisliste gibt es als Diskette.

Lichtwellenleiter ab Lager
Der Markt für Lichtwellenleiter-Materialien boomt und es müssen bereits hohe Lieferzeiten akzeptiert werden, außerdem befinden sich die Preise im Steigen. Um diesem Trend entgegenzuwirken hat KSI das Lager jüngst stark ausgeweitet: Ob Wandkabel, Breakoutkabel, Patchkabel oder Pigtails, schnelle Reaktion auf Kundenwünsche ist angesagt.
Werden Sonderkabel gebraucht, die an den Enden verschiedene Stecksysteme verwenden (Adapterkabel), kann durch die Eigenfertigung in Wien sofort geholfen werden. Dies ist oft nötig, wenn Netzwerke zu erweitern sind und der fortschreitende Standard neue Steckertypen bringt. So werden z.B. bei aktiven Komponenten der neueren Technologie die Schnittstellen oftmals als „SC-Stecker“ ausgeführt. Will man diese Geräte nun mit einem LAN verbinden, das beispielsweise mit ST-Steckern ausgerüstet ist, braucht man entsprechende Adapterkabel.