Bildergalerie
Der 2009 eingeführte PN544 ist laut NXP der erste echte Industriestandard-NFC-Controller der Welt.
Holger Kunkat ist Senior Marketing Manager Infrastructure, Secure Transactions und Business Unit Identification bei NXP Semiconductors in Hamburg.

Moderne Smartphones sind Multitalente, auch bei den unterstützten Funkstandards. Zu GSM, GPS und Blue­tooth kommt neuerdings NFC (Near Field Communication). Bislang waren nur wenige Geräte damit ausgestattet, doch Google geht mit dem Nexus S in die Masse. Dieses Smartphone hat Google zusammen mit Samsung entwickelt, der NFC-Controller PN544 stammt aber von NXP, die auch den passenden Softwarestack liefern. Der Stack wird auf Gingerbread, der neuesten Version der Android-Plattform, vollständig integriert und validiert. „Die Offenheit von Android bietet eine herausragende Plattform, die Innovationen beschleunigt“, betont Eric Chu, Mobile Platforms Program Manager bei Google. „Die Zusammenarbeit mit NXP und die Einbeziehung der NFC-Technik in Android bietet Entwicklern, Service-Providern und Geräteherstellern eine alles bisherige in den Schatten stellende Chance, neue Dienste anzubieten.“

NFC-Geräte können Zubehörprodukte anbinden, für den Peer-to-Peer-Datenaustausch miteinander interagieren und Kontakt mit Tags und Lesegeräten aufnehmen. „Das Eco-System für kontaktloses Bezahlen mit Handys musste aber neu geschaffen werden. Das klassische Business-Modell im Payment geht davon aus, dass der Kunde über seine Bank eine Visa- oder Mastercard-Funktion in einer personalisierten Karte erhält“, erläutert Holger Kunkat, Senior Marketing Manager bei NXP, und ergänzt: „Im NFC-Kontext ist die Vision eine andere. Ich muss mit einem nicht personalisierten Telefon eine Banking-Applikation über das Netz herunterladen können – das zu standardisieren war eine Herausforderung. Seit 2008 sind aber alle Standards da.“ Danach wartete die Industrie laut seinen Worten auf passende Geräte, mit denen die Kunden diese neuen Funktionen tatsächlich nutzen können