PSA-Chef Carlos Tavares benannte am Montag die Eckdaten zur Opel-Übernahme.

PSA-Chef Carlos Tavares benannte am Montag die Eckdaten zur Opel-Übernahme. PSA

Die Übernahme von Opel und dessen britischer Tochter Vauxhall ist beschlossene Sache: Der amerikanische Mutterkonzern GM hat sich mit der französischen Groupe PSA auf einen Kaufpreis von insgesamt 1,3 Milliarden Euro geeinigt. Damit entsteht der zweitgrößte Automobilhersteller Europas mit einem Marktanteil von 17 Prozent; der GM-Konzern zieht sich aus dem Europa-Geschäft zurück. Jedoch wird der traditionsreiche deutsche Autohersteller, der bereits seit 1929 dem GM-Konzern angehört, nur stückweise in den PSA-Konzern integriert. Erste Eckpunkte dazu wurden am heutigen Montag in Paris benannt.

„Wir glauben, dass wir mit diesem Deal die Effizienz auf ein höheres Level bringen können“, sagte PSA-Chef Carlos Tavares. Den Turnover will der PSA-Chef mit Mengeneffekten im Einkauf und einer effizienteren Produktion bewerkstelligen. Außerdem sollen die Fahrzeug-Architekturen von PSA und Opel vereinheitlicht werden. Welche Konsequenzen das langfristig für die 18.000 bei Opel in Deutschland beschäftigten Arbeitnehmer haben wird, ist unklar. Tavares bestätigte zwar eine Jobgarantie bis 2018, wollte sich darüber hinaus aber nicht weiter festlegen. Auch das Schicksal des bisherigen Opel-Chefs Karl-Thomas Neumann ließ er offen.

Im Entwicklungszentrum, das der GM-Konzern in Rüsselsheim unterhält, ändert sich zunächst wenig. Die 7700 Techniker und Ingenieure, die dort derzeit für den gesamten GM-Konzern forschen, werden das nach all-electronics-Informationen auch noch mindestens bis zum Sommer unverändert tun. Über das langfristige Vorgehen und Details wie etwa Lizenz- beziehungsweise Patentgebühren oder eine konzernübergreifende Nutzung der Einrichtung durch PSA und GM wird in den nächsten Wochen entschieden. Ein mehrere Hundert Seiten umfassender Vorvertrag sieht bis zur endgültigen Vertragsunterzeichnung die weitere Klärung von Einzelfragen in unterschiedlichen Verhandlungsgruppen vor.