Die Fahrt über verschlungene Highways, stark befahrene Metropolstraßen und verschlafene Waldstraßen endet mit einem idyllischen Stopp am See. Zumindest suggeriert das Seh- und Hörsinn den „Testfahrern“. Tatsächlich haben die Insassen das Fahrzeug während der ganzen „Reise“ nicht verlassen. Möglich macht das Erlebnis die im Testfahrzeug verbaute Summit Next Technologie von Harman, die den Insassen ein fast schon Kino-ähnliches Erlebnis beschert. Im Summit Next-System verbindet das auf Audiosysteme spezialisierte Unternehmen mehrere eigens entwickelte Technologien wie Ambisonics Escapes, Personal Bass Impact, Quantum Logic oder Virtual Venues. Mithilfe dieser Technologien entsteht ein Klangbild, das der Realität sehr nahe kommt. Zusätzlich passt sich die abgespielte Musik sowohl dem Fahrverhalten des Fahrers als auch den Straßenverlauf an.

Das Summit-System verbindet diverse Harman-Technologien zu einem geschlossenen System.

Das Summit-System verbindet diverse Harman-Technologien zu einem geschlossenen System. Harman, Andreas Gebert

Für Einsteigermodelle und das Niedrigpreissegment entwickelte Harman die Voyager-Technologie. Zentrum des Systems ist ein in die Mittelkonsole eingebettetes Heads-up-Display, um das kleine Mikrolautsprecher angeordnet sind. Trotz der geringen Fläche bietet es dennoch eine gute Performance und lässt sich zudem dank herausnehmbaren Lautsprechern und Bedienelement transportieren.

Das Elektrofahrzeug Model S von Tesla ist bekannt für seine kaum hörbaren Motorengeräusche. Um besser von Fußgängern und Radfahrern wahrgenommen zu werden, hat die EU deswegen vorgeschrieben, dass Elektrofahrzeuge ab 2019 künstliche Motorengeräusche von sich geben müssen. Die Halosonic-Technologie von Harman hat dafür mehrere Möglichkeiten parat. So kann der Tesla beispielsweise nach einem Verbrennungsmotor in einem PS-starken Sportwagen oder nach futuristischen Fahrzeugen, die denen aus Blade Runner ähneln, klingen. Das System passt dabei Ton und Intensität der Beschleunigung des Fahrzeuges an.

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Im Rahmen des Make Music Day zeigte Harman einige seiner Soundsysteme.
Harman-CEO Michael Mauser begrüßte die anwesenden Gäste und Journalisten und gab einen kleinen Ausblick auf die Zukunft.
Sieht wie Tesla aus, klingt aber nicht so: Der normalerweise eher leise Tesla klang plötzlich nach Benziner oder ...
... gab futuristische Töne von sich.
Das Halosonic macht nicht nur Lärm, sondern kann ihn auch verringern. Mittels Active Noise Cancellation dämpft das System Fahrgeräusche.
Das Halosonic-Team stellte den Zuschauern die unterschiedlichen Einsatzmöglichkeiten vor.
Einblick in den Designprozess: Algorithmen generieren passende Muster für die Lautsprecher.
Beamer und das integrierte Summit-System machten eine virtuelle Testfahrt möglich.
Das Summit-System kombiniert Technologien von Harman wie Virtual Venues, Quantum Logic oder Ambisonics Escapes.
Das System schafft für jeden Insassen eine persönliche Soundzone, die kaum von den Aktivitäten der anderen Insassen beeinflusst wird. So kann der Fahrer telefonieren, während der Beifahrer Musik hört und ein dritter Insasse auf der Rückbank einen Film schaut.
Das Audiosystem Virtual Venues ahmt beispielsweise das Klangerlebnis großer Opernhäuser nach.
An eine junge Generation richtet sich Voyager Next: Es präsentiert sich connected, mobil, bunt.
Mittels VR-Brille und dem integrierten Soundsystem demonstrierte Harman den sogenannten 3D-Sound.
Gäste konnten mittels VR die Unterschiede zwischen verschiedenen Soundsystemen erleben.
Ein großer Teil des Entwicklungs- und Entstehungstests wird bei Harman über Simulationssoftware angewickelt.