Organische Leuchtdioden (OLED) für die nächste Automobil-Generation.

Organische Leuchtdioden (OLED) für die nächste Automobil-Generation.Osram

Temperaturbeständigkeit ist die größte Herausforderung, um die neuartigen, flächigen Lichtquellen beim Auto zum Einsatz zu bringen. Licht wird eine immer wichtigere Größe im Automobildesign. Legten die Hersteller bis vor wenigen Jahren vor allem Wert auf die Form des Autos, hat mittlerweile fast jede Marke ihr charakteristisches „Lichtgesicht“. Erreicht wird dies bislang vor allem mit Hilfe von Leuchtdiode. Bereits heute sind in jedem zweiten Neuwagen LEDs von Osram im Einsatz. Um weitere leuchtende Alleinstellungsmerkmale zu ermöglichen, erwarten Experten neben der Punktlichtquelle LED auch den Einzug der Schwestertechnologie OLED in das Automobil. OLED sind Flächenstrahler und die allermeisten Lichtanwendungen im Auto – insbesondere die, bei denen es um das „gesehen werden“ geht, wie Blinker, Heckleuchten oder Innenbeleuchtung – erfordern Flächenlicht. Konkrete Designs hat Osram bereits in Zusammenarbeit mit UnternehmerTUM, dem Innovations- und Gründungszentrum der Technischen Universität München, erarbeitet.

Größte Herausforderung beim Weg der organischen Leuchtdioden zur Automobil-Anwendung ist die Temperaturbeständigkeit. Um autotauglich zu sein, muss die OLED, gemäß Anforderungen der Hersteller, zum Beispiel in einer Rückleuchte, Temperaturspitzen von 85 Grad Celsius oder sogar mehr standhalten. Mit der Einführung erster OLED-Produkte für Beleuchtungsanwendungen vor knapp drei Jahren war dies maximal für zwei bis drei Stunden der Fall. Mit der Rekord-OLED hat Osram diesen Wert verhundertfacht – eine weitere Verzehnfachung wird erste Einsatzmöglichkeiten im Automobil eröffnen. Die nun einsetzende zielgerichtete Entwicklung lässt diese Steigerungen in den kommenden Jahren erwarten. Da Automobile mit einigen Jahren Vorlauf entwickelt werden, können OLED-Elemente somit in die Planungen für die nächsten Automobil-Generationen einbezogen werden.