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Das Indikationslicht zeigt den Zustand des Tisches an: Der LED-Lichtleiter lässt sich wahlweise als Signalindikator oder Ambientelicht betreiben.
Elneos Connect: Das Arbeitsplatzsystem zeichnet sich durch seine bauliche Flexibilität sowie seine Leichtigkeit aus.
Auch an eine unterbrechungsfreie Medienführung wurde bei dem modular aufgebauten Arbeitstisch-System Elneos gedacht.
Elneos Five: Der Anwender kann fünf integrierte Messgeräte per Fünf-Finger-Gestensteuerung bedienen und einstellen. Das geschliffene 3D-Wheel dient zur Werteeingabe und Steuerung.
Als zentrales Bauteil zwischen Tischbein und Rahmen umfasst der Connector das L-Profil, wodurch sich Medien aller Art zwischen Tischrahmen und Tischbein führen lassen.
Die RGB-Ringbeleuchtung der Laborbuchsen dient zur Codierung und leuchtet je nach Funktion in den Farben rot, blau oder weiß.

Alles selbst entwickelt und selbst hergestellt – den letzten Schliff bekamen die robusten Tischsysteme von einem Designer: In Sachen Labor-/Arbeitsmöbel und Messtechnik will Erfi mit der Systemserie Elneos neue Maßstäbe setzen. Erfi sieht sich als Systemanbieter: Zum Leistungsprofil gehören zudem ausgereifte Konzeptionen für elektrische Prüf- und Testsysteme, die auf die jeweiligen individuellen Kundenbedürfnisse zugeschnitten sind. Daher verwundert es nicht, dass die Geräteentwicklung, Platinenentwicklung und Produktion unter einem Dach vereint ist.

Elneos Five für fünf Elektronikgeräte gleichzeitig

Die Tischsysteme sollen für hohen Komfort sorgen. So kann der Anwender beispielsweise fünf integrierte Messgeräte per Fünf-Finger-Gestensteuerung bedienen und einstellen. Das können Regelnetzgeräte, Digitalmultimeter, Leistungsenergiemesser, Funktionsgeneratoren und Arbiträrgeneratoren sein. So wie Anwender es von Smartphones und Tablet PCs gewohnt sind, können sie per Fingerzeig einzelne Geräte anwählen, Einstellungen vornehmen und Funktionen aktivieren. Das Steuerzentrum steuert bis zu sieben Geräte gleichzeitig und es ist zudem möglich, weitere acht Einschübe mit max. vier Geräten links und rechts anzudocken. Somit lassen sich bis zu 32 Geräte mit einem Steuerzentrum steuern.

Die durchgehende, im Spezialverfahren gehärtete Glasfront ist komplett mit kapazitiver Technologie ausgestattet, sehr stabil, kratzfest und somit vandalensicher. Das Display liegt hinter dem Glassensor und wird selbst nicht mehr berührt. Diese Technik ermöglicht die durchgehend geschlossene und fugenlose Front. Das mikrogeätzte und entspiegelte ESG-Glas bietet einen Non-Sparkling-Effekt, der störende Spiegelungen vermeidet. Die Mikroätzung erzielt eine hohe Bildschärfe und verhindert lästige Fingerabdrücke. Eine hundertprozentige Abriebfestigkeit und Beständigkeit gegenüber Chemikalien kennzeichnen zudem das System, das eine neuartige „experience of touch“ ermöglichen soll, ist sich Andreas Fischer, Geschäftsführender Gesellschafter von Erfi sicher: „Elneos five steht für die neue Erfahrung, fünf Geräte per touch über die Gestensteuerung mit bis zu fünf Fingern zu steuern.“ Das 7 Zoll große Multitouchdisplay bietet einen hohen Bedienkomfort. Der Bildschirm ist in drei Bereiche aufgeteilt: einen helleren Primärbereich und zwei dunklere Sekundärbereiche. Im Primärbereich lässt sich aktiv auf das Gerät zugreifen. Per Wisch-Geste oder Doppelklick auf Informationen im Sekundärbereich wechselt der Screen in den Primärbereich. Auf diese Weise ist es möglich, drei Geräte gleichzeitig zu kontrollieren.

LED-Beleuchtung als Sicherheitsaspekt

Zudem ist das intelligente Anschlussfeld mit seiner farbcodierten RGB-Ringbeleuchtung mit einem „Verschwindeeffekt“ ausgestattet. Wenn die Ringe um die Laborbuchsen nicht leuchten, verschwinden sie und sind unsichtbar. Die RGB-Ringbeleuchtung leuchtet je nach Funktion in den Farben rot, blau oder weiß. Durch die farbige Codierung der Buchsen wird der Nutzer zielsicher zum richtigen Anschluss geführt. Das sorgt für eine sehr hohe Kontaktierungssicherheit und schließt Anschlussfehler aus. Die Ringe blinken je nach Buchse weiß, rot oder blau wenn zur Kontaktierung aufgefordert wird. Dauerhaft leuchten die Buchsen dann, wenn zum Beispiel Strom fließt. „Diese Anzeigecharakteristik ist ein aktiver Beitrag zur Sicherheit und unsere eigene Erfindung“, betont Andreas Fischer. Die Sicherheitslaborbuchsen sind flächenbündig eingelassen und bilden eine Ebene mit der Spezialglasoberfläche.

Zudem steht ein geschliffenes 3D-Wheel zur Verfügung. Es dient neben dem Display zur Werteeingabe und Steuerung. Durch die 3D-Vertiefung im Glas kann der Finger zu jedem Zeitpunkt auch blind geführt werden. Im Gegensatz zu konventionellen Drehpotentiometern oder Drehimpulsgebern ist es nicht möglich, dieses Bedienelement abzubrechen, zu entfernen oder gar zu zerstören. Durch die kapazitive Technologie unterliegt der Sensor keinerlei mechanischem Verschleiß. Der OK-Sensor dient der Bestätigung aller Eingaben. Durch die Auswerteelektronik hinter der Glasscheibe ist der Sensor unzerstörbar. Ein Spezialdruck ermöglicht die Hinterleuchtung und die optische Rückmeldung an den Nutzer verbessert die Bedienfreundlichkeit. Der Sensor fordert durch Pulsieren intuitiv zur Berührung auf.

Der Menü-Sensor dient zum Aufruf weiterer Gerätegruppen und zur Aktivierung der Untermenüs. Auch hier wird mit Hinterleuchtung dem Nutzer die Aktivität angezeigt. Mit diesem Sensor wird Elneos Five zum Leben erweckt. Über eine RGB-LED signalisiert der Sensor dem Nutzer seinen Zustand. So kann der Sensor etwa durch rotes Pulsieren dem Nutzer anzeigen, dass sich das System im verriegelten Zustand befindet. Leuchtet der Sensor grün, signalisiert dies den aktiven Zustand.

Das Arbeitsplatzsystem Elneos Connect

Eine sinnvolle Ergänzung ist das neuartige Arbeitsplatz- und Möbelsystem Elneos Connect, das sich durch seine bauliche Flexibilität sowie seine Leichtigkeit kennzeichnet. „Elneos Connect ist in seiner Formgebung zeitlos und bietet dennoch die farbliche Integration in einen bestehenden Firmenkontext. Die einzelnen Bauteile und Ausstattungen sind so innovativ, dass fünf deutsche Patente angemeldet wurden. Das Profilsystem, der Rahmen und die Arbeitsplatzbeleuchtung sind nur einige davon“, versichert Fischer, der auch ein europäisches Geschmacksmuster (ein gewerbliches Schutzrecht der Europäischen Union) angemeldet hat.

Durch sein Basisprofil, das L-Alumiumprofil, welches weitere Profile für unterschiedliche Anwendungen aufnehmen kann, ist das System sehr flexibel. Das Profilsystem ermöglicht unter anderem die Aufnahme und unterbrechungsfreie Führung von Kabelwerk, die Justierung der Arbeitshöhe über eine stabile Hydraulikhöhenverstellung sowie das Verbinden zu einer tischüberführenden Brücke. All dies ist durch den so genannten Connector möglich: Er verbindet die Rahmenkonstruktion mit dem Tisch und stellt die Profile frei von der reinen Tragefunktion. Zudem sorgt er für eine unterbrechungsfreie Medienführung durch den Tischaufbau. Medien aller Art lassen sich durch verschiedene Zusatzprofile auf der Innenseite durchgängig führen. Auch die Clipsprofile mit einer Drehfunktion zum Öffnen werden durch den Connector unterbrechungsfrei geführt.

Schwebende Tischplatte

Durch die geschwungene Form des Connectors nach oben scheint die Tischplatte mit dem Rahmen über den Tischbeinen zu schweben. Ein wesentlicher Vorteil ergibt sich durch die frei werdende Tischkante, die unter anderem Auffang- und Werkzeugschalen sowie der Medienführung Platz bietet. Durch die Form des Connectors liegt der untergebaute Aluminumrahmen zurückgesetzt und aufgenommene Komponenten stören nicht.

Der Connector sorgt im Zusammenspiel mit dem Aluminiumuntergestell dafür, dass alle Tischbeine stufenlos und variabel in jede gewünschte Tiefenposition verschoben werden können. Damit finden weitere Personen an einem Arbeitstisch bequem Platz. Das Teleskopprofil mit Funktionsnuten sorgt für Stabilität. Dieses Profil wird dann integriert, wenn eine elektromotorische oder mechanische Höhenverstellung gewünscht ist. Wenn die eingebauten Hydraulikzylinder ausfahren, bleiben die Teleskopprofile am Boden stehen und Zylinder sowie Kabel sind unsichtbar. Mit Tischlasten von bis zu 600 kg können Hublängen von 280 mm bis 500 mm auf eine Höhe von 1300 mm rangiert werden.

LEDs: Mehr als nur für Arbeitsbeleuchtung

Die in Helligkeit, Lichtfarbe und Neigung anpassbare Arbeitsplatzbeleuchtung ist durch RGB-LEDs und sensorische Farbcodierung realisiert. Am unteren Profil Toplight des Cockpits ist frontseitig in einer Rundnut das Indikationslicht eingebracht sowie eine unsichtbare und schwenkbare RGB-LED-Arbeitsplatzausleuchtung. Im unteren Profil ist das schwenkbare Arbeitslicht für den Tisch unsichtbar untergebracht. Dieses Licht wird über leistungsstarke LEDs sowie weiße Hochleistungs-LEDs gesteuert. Das Licht lässt sich in seiner Halterung schwenken, es ist dimmbar und es lassen sich beliebige Lichtfarben einstellen.

Überdies lässt sich das System frontseitig mit einem Indikationslicht ausstatten, welches den Zustand des Tisches anzeigt. Dabei handelt es sich um einen speziellen LED-Lichtleiter, der sich wahlweise als Signalindikator oder Ambientelicht betreiben lässt. Fließende Farbübergänge sowie Blinkfunktionen sind ebenso möglich. Leuchtet dieser grün bedeutet dies, dass der Tisch eingeschaltet und alles in Ordnung ist. Rote Beleuchtung signalisiert Gefahr, etwa wenn Grenzwerte überschritten sind. Leuchten die LEDs in Gelb auf, wird angezeigt, dass Geräte mit Kleinspannung nun freigeschaltet sind. Die blaue Lichtvariante kündigt an, das die Geräte mit Kleinspannung und Niederspannung freigeschaltet sind.