Die infrage kommenden Kondensatoren werden automatisiert selektiert - und zwar so lange bis die benötigte Anzahl von Kondensatoren mit der geringsten Toleranz ermittelt ist.

Die infrage kommenden Kondensatoren werden automatisiert selektiert – und zwar so lange bis die benötigte Anzahl von Kondensatoren mit der geringsten Toleranz ermittelt ist. Kraus Hardware

Ein Hersteller von Sicherheitstechnik für die Automobilindustrie benötigt für seine präzisen Messungen an hochgradig sensiblen Systemen der Datenerfassung von Crashtests Mixed-Signal-Baugruppen mit praktisch Null-Toleranz. Die Herausforderung an Kraus Hardware, Großostheim, war den analogen Eingangskreis auf dem bereits fertigen Platinen-Layout mit Kapazitäten zu bestücken, die in der sogenannten E-Reihe nicht existieren und einer Toleranz von nur unter ein Prozent entsprechen sollten. Nur so lassen sich exakte Messergebnisse bei Crashtest eruieren. Eine weitere erschwerende Kundenvorgabe stellte die im bereits fertig angelegte Parallelschaltung von zwei Chip-Kondensatoren dar. Kraus Hardware entschloss sich, die infrage kommenden Kondensatoren automatisiert zu selektieren – und zwar so lange bis die benötige Anzahl von Kondensatoren mit der geringsten Toleranz ermittelt sind. In 0,5 Prozent-Schritten wurden dazu die Kapazitätswerte innerhalb der Herstellertoleranz in 21 Bins ausgewählt und je nach Kapazität in einem LED-markierten SMD-Container gesammelt. Die gewünschte Kapazität ergibt sich aus zwei Standardkonsendatoren, die wiederum zusammen mit anderen Paarungen durch die automatisierte Selektierung die entsprechende Toleranz aufweisen. Mithilfe der anwenderspezifizierten Software ermittelte man den Schwerpunkt der Kapazitäten, um die Ausbeute der Paarungen zu optimieren und anschließend in die Hundertprozent-Trays abzulegen. Jetzt waren sie maschinell zu bestücken und reproduzierbar zu fertigen.