Bild 1: IDC-Steckverbinder sorgen für einen zuverlässigen Leiterplattenanschluss auf engem Raum.

Bild 1: IDC-Steckverbinder sorgen für einen zuverlässigen Leiterplattenanschluss auf engem Raum.Erni Electronics

Kompakte IDC-Leiterplattenanschlüsse (Bild 1) adressieren vielfältige Applikationen im industriellen Umfeld, aber auch den kommerziellen Markt. Die IDC-Leiterplattenanschlüsse von Erni Electronics sorgen für eine stabile, permanente und elektrische Verbindung mit einer diskreten Wire-to-Board-Lösung. Dabei lassen sich sowohl Drähte als auch Litzen verarbeiten. Entwickler können somit flexible und kosteneffektive Verbindungen realisieren. Die IDC-Terminals können automatisch bestückt werden, wobei eine Handlötung nicht mehr erforderlich ist.

Bild 2: LED-Beleuchtungsanwendungen erfordern kompakte Wire-to-Board-Lösungen.

Bild 2: LED-Beleuchtungsanwendungen erfordern kompakte Wire-to-Board-Lösungen.Erni Electronics

Die kompakten Leiterplattenanschlüsse sind prädestiniert für miniaturisierte Anwendungen mit eingeschränktem Bauraum wie in moderner Beleuchtungstechnik. Typische Applikationen sind hier LED- oder OLED-Anwendungen (Bild 2), Retrofit-LED-Lampen, UV-Lampen für die Wasseraufbereitung, IR-Lichtschranken, Automobil-Beleuchtungen sowie kommerzielle und allgemeine Beleuchtungsanwendungen. Weitere Einsatzbereiche findet man in der Medizintechnik, Smart Metering, Headsets, Zugangskontrollen und allen mobilen Geräten – generell überall dort, wo die Boardfläche und die Einbauhöhe beschränkt sind.

Einfache Verarbeitung

Mit ihrem optimierten Design lassen sich die IDC-Leiterplattenanschlüsse einfach verarbeiten und in der Schneidklemmtechnik erfordern die Litzen keine manuelle Vorbereitung (Abisolierung) vor dem Anschließen. Der Draht oder die Litze lässt sich in das IDC-Terminal einfach einführen und durch Herunterdrücken abschließen. Durch die geringen Kräfte (wie 55 N bei AWG24/1 oder 89 N bei AWG22) können mehrere Drähte gleichzeitige mithilfe von voll- oder halbautomatischen Maschinen verarbeitet werden.

Aufwendige Handlötstellen lassen sich durch zweifache Schneidklemmen vermeiden. Diese Schneidklemmen haben eine gasdichte Verbindung und hohe Kontaktsicherheit beziehungsweise hohe Board-Haltekräfte. Durch sie lassen sich auch die Einzeladern sicher und reproduzierbar verarbeitet.

Eckdaten

Die kompakten und vollautomatisch zu verarbeitenden IDC-Terminals von Erni lassen sich ohne Handlöten verarbeiten. Diese diskrete Wire-to-Board-Lösung sorgt für eine stabile elektrische Verbindung mit Drähten oder Litzen. Dank der Schneidklemmtechnik erfordern die Litzen keine manuelle Vorbereitung und lassen sich durch Herunterdrücken einfach abschließen. Die geringen Kräfte (wie 55 N bei AWG24/1 oder 89 N bei AWG22) ermöglichen die Verarbeitung mehrerer Drähte gleichzeitig.

Mithilfe einer Kappe führt man das Kabel in die Klemme und benutzt die Kappe gleichzeitig als Zugentlastung. Führungen im Kontaktelement sorgen für die korrekte Verarbeitung und die Rastnasen für einen sicheren Halt. Das optimierte Layout sorgt für eine sichere Bestückung der sehr kleinen und leichten Bauelemente. So wird verhindert, dass die Stecker während des Lötens wandern.

Die IDC-Terminals können in geringen Abständen nebeneinander auf der Leiterplatte platziert werden – so lässt sich kostbare Leiterplattenfläche einsparen. Platziert man beispielsweise mehrere AWG22-IDC-Terminals mit einem Abstand von 0,5 mm, resultiert daraus eine Kriechstrecke von 1 mm. Abhängig vom Verschmutzungsgrad und der Bestückung können so Spannungen von bis zu 250 V eingespeist werden.

Bei allen IDC-Terminals sind die Kontakte aus einer Kupfer-Legierung mit Zinnbeschichtung gefertigt, während der Isolierkörper aus temperaturfestem LCP-Kunststoff besteht. Die Scherkräfte sind mit 110 N (transversal) beziehungsweise 120 N (longitudinal) spezifiziert.

Bild 3: Die IDC-Anschlüsse sind in den Farbvarianten beige, rot, grün und schwarz verfügbar.

Bild 3: Die IDC-Anschlüsse sind in den Farbvarianten beige, rot, grün und schwarz verfügbar.Erni Electronics

Versionen für Drähte und Litzen

Um vielfältige Applikationen abdecken zu können, stehen die IDC-Terminals in unterschiedlichen Versionen zur Verfügung. AWG 24/1-Ausführungen sind für einadrige feste Drähte ausgelegt; dagegen sind die AWG 22/7-Ausführungen für 7-drahtige Litzenleiter vorgesehen. Für beide Ausführungen sind Versionen mit Kabelstopp oder Feed-Through-Anwendungen (Daisy Chain) verfügbar. Es lassen sich Kabel mit 0,7 mm Durchmesser (AWG24/1) oder Litzen mit 1,3 mm (AWG22/7) verarbeiten.

Das Portfolio an IDC-Leiterplattenanschlüssen erweiterte Erni mit weiteren Versionen für siebendrähtige Litzenleiter (AWG24/7 und AWG26/7). Damit lassen sich Litzen mit einem maximalen Außendurchmesser (inklusive Isolation) mit bis zu 1,1 mm verwenden. Die neuen IDC-Anschlüsse, ebenso wie die bisherigen AWG22-Ausführungen, sind in neuen Farbvarianten wie beige, rot, grün und schwarz verfügbar (Bild 3).

Bild 4: Die neuen IDC-Leiterplattenanschlüsse werden für die vollautomatische Bestückung in Gurtverpackungen (Tape & Reel) geliefert.

Bild 4: Die neuen IDC-Leiterplattenanschlüsse werden für die vollautomatische Bestückung in Gurtverpackungen (Tape & Reel) geliefert.Erni Electronics

Die Gesamt-Abmessungen (wie 2,0 × 2,4 × 2,0 mm3 für AWG24/1) und der benötigte Leiterplattenplatz sind deutlich kleiner als bei vergleichbaren Produkten. Trotz der geringen Abmessungen wird eine Strombelastbarkeit von beispielsweise maximal 6 A (AWG 24/1 bei 20 °C) oder 17 A (AWG 22/7) erreicht. Damit liegt die Stromtragfähigkeit über den der Leiter, die damit die System-Spezifikation bestimmen. Die IDC-Anschlüsse sind für den erweiterten Temperaturbereich von -55 bis +150 °C spezifiziert.

Die neuen IDC-Leiterplattenanschlüsse liefert Erni für die vollautomatische Bestückung in Gurtverpackungen (Tape and Reel) zu 2000 Stück (Bild 4). Sie eignen sich für die vollautomatisierte Verarbeitung an SMT-Linien und sind auch über Kopf lötbar.