Forschungspartner für den Mittelstand: Gruppenleiter Thorsten Koch (li.) und Dr.-Ing. Roland Wischnewski, Abteilungsleiter am Zuse-Mitgliedsinstitut RIF, verdeutlichen komplexe Zusammenhänge mittels interaktiver, virtueller 3D-Welten.

Forschungspartner für den Mittelstand: Gruppenleiter Thorsten Koch (li.) und Dr.-Ing. Roland Wischnewski, Abteilungsleiter am Zuse-Mitgliedsinstitut RIF, verdeutlichen komplexe Zusammenhänge mittels interaktiver, virtueller 3D-Welten. RIF

65 Mitgliedsinstitute der 2015 gegründeten Deutschen Industrieforschungsgemeinschaft Konrad Zuse suchen Anfang Juni bei den Zuse-Tagen in Berlin den praxisorientierten Dialog. Auch etliche Institute aus dem IKT-Bereich werden vor Ort ihre Leistungsangebote präsentieren, darunter das Oldenburger OFFIS Institut für Informatik, das Institut für Integrierte Produktion aus Hannover, die Berliner Gesellschaft zur Förderung angewandter Informatik, das Institut für Automation und Kommunikation mit Sitz in Magdeburg, das RIF Institut für Forschung und Transfer aus Dortmund, das VDEh-Betriebsforschungsinstitut aus Düsseldorf und die in Villingen-Schwenningen ansässige Hahn-Schickard-Gesellschaft für angewandte Forschung.

Das Zuse-Bündnis vereint bislang bundesweit etwa 75 anwendungsorientierte, gemeinnützige Forschungsinstitute mit zusammen rund 5500 Mitarbeitern. Selbst mittelständisch organisiert, verstehen die Zuse-Einrichtungen die Situation und Anliegen ihrer Industriepartner und können in der Regel schneller, flexibler und kostenbewusster als universitäre- oder Großforschungseinrichtungen reagieren.

„Unsere spezialisierten Institute sind in ihren Themenfeldern erfahren und vernetzt; andererseits können sie über die Gemeinschaft ihren Unternehmenspartnern branchenübergreifendes Forschungspotential zur Entwicklung neuer Produkte und Technologien zur Verfügung stellen“, sagt Zuse-Präsident Dr. Ralf Bauer. Die unter Schirmherrschaft von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel stattfindenden Zuse-Tage mit zahlreichen Fachvorträgen und Dialogmöglichkeiten sollen deshalb als in Europa einmalige Kooperationsplattform eine dauerhafte Basis erhalten.

Von der Politik verlangt Zuse die Gewährleistung verlässlicher und kontinuierlicher Rahmenbedingungen für den Forschungsmittelstand. Das schließe gleichberechtigten Zugang zu Förderprogrammen des Bundes ebenso ein wie ein Ende der Benachteiligung gegenüber Großforschungseinrichtungen bei Förderquoten und Modalitäten der Projektabrechnung oder der staatlichen Unterstützung beim Erhalt von Gebäuden, der technischen Infrastruktur und Ausrüstung.