Geschäftsführer Andreas Melkus demonstriert das kooperative Verhalten der FTS. Die ‚Qubes‘ bleiben stehen und warten bis die Person den Fahrweg verlassen hat. Von automatischen Ausweichmanövern hält Melkus nichts, da die Fahrzeuge für den Menschen berechenbar sein sollen.

Geschäftsführer Andreas Melkus demonstriert das kooperative Verhalten der FTS. Die ‚Qubes‘ bleiben stehen und warten bis die Person den Fahrweg verlassen hat. Von automatischen Ausweichmanövern hält Melkus nichts, da die Fahrzeuge für den Menschen berechenbar sein sollen. Redaktion IEE

Beim Hersteller von Automatisierungs­lösungen drehte sich alles um flexible, offene und zukunftssichere Maschinen- und Anlagenkonzepte, die für die Herausforderungen von Industrie 4.0 und IIoT gerüstet sind. Highlight war das FTS Agumos Q40. Der Name leitet sich aus der Bauform und dem Eigengewicht an – ein Würfel mit 40 cm Kantenlänge, der bis zu 60 kg transportieren kann. „Bauform und Ladefläche sind den in vielen Betrieben eingesetzten Materialboxen und Mengengerüsten angepasst“, weiß Geschäftsführer Andreas Melkus aus eigener Erfahrung.

Der Logistik-Würfel ist konzipiert für den automatischen Transport von Kleinteilen. Die Basis bildet kompakte Steuerungselektronik, Sicherheits- und Antriebstechnik – vereint auf einer Softwareplattform. Die Kommunikation zum mobilen Bediengerät erfolgt über Funk, die zum Leitsystem über WLAN. Hier lassen sich Transportaufträge verwalten und die FTS-Flotte koordinieren. Die Orientierung der Fahrzeuge erfolgt anhand von auf dem Hallenboden angebrachten Markierungen und Barcodes zur Positionsbestimmung und -orientierung. Da über ein optisches Spur­erfassungs-System gesteuert, lassen sich die Fahrwege ohne viel Aufwand an neue Produktionslayouts anpassen. „Ich bin kein Freund von autonomer Routen­planung, da das die Mitarbeiter verunsichert“, ist Melkus überzeugt. Er setzt daher auf eine klare Routenführung und eindeutiges Verhalten: Wenn ein Hindernis auftaucht reduziert das Fahrzeug zuerst die Geschwindigkeit und bleibt dann solange stehen, bis der Weg wieder frei ist. „Klar, dass das FTS die Blockade an die Leitstelle meldet und vor Ort sich bemerkbar macht“, so Melkus. Auch hinsichtlich Speed ist man bei Sigmatek eher konservativ: Die maximale Geschwindigkeit ist auf 1 m/s gedrosselt. Tests in der eigenen Produktion mit Mitarbeitern haben gezeigt, dass diese Geschwindigkeit als sicher empfunden wird, bei der ein Miteinander von Mensch und Maschine nicht als gefährlich empfunden wird. „Wir könnten auch mit 1,5 m/s fahren“, betont Melkus das Potenzial des Fahrzeugs.