Zu jedem Freigabekreis erstellt die Software die Funk­tionsbausteine für den AS-i-Safety-Sicherheitsmonitor.

Zu jedem Freigabekreis erstellt die Software die Funk­tionsbausteine für den AS-i-Safety-Sicherheitsmonitor. Bihl+Wiedemann

Vertrieb, Produktmanagement und Entwicklung von Bihl+Wiedemann hören aufmerksam zu, wenn Kunden Aspekte ihrer AS-i-Safety-Lösungen ansprechen, mit denen sie nicht so glücklich sind, und greifen diese Anregungen auch auf. So geschehen bei der bisher aktuellen Software-Version ASIMON 3 G2, deren Einsatz sich nach Einschätzung einiger Anwender stellenweise zu aufwendig gestaltete.

Erklärtes Ziel war es deshalb, eine intuitive Software zu entwickeln, die auch Einsteigern die einfache Konfiguration und Inbetriebnahme erlaubt – mit dem angenehmen Nebeneffekt, dass sich damit künftig auch die Anzahl der Einsätze der eigenen Spezialisten vor Ort deutlich reduzieren dürfte. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: ASIMON360.

Hardware-Katalog macht die Konfiguration zum Kinderspiel

Mit dem Anspruch, die Konfiguration und die Inbetriebnahme so einfach zu machen wie die Installationstechnik und das Handling von AS-Interface Safety at Work, sind die Entwickler diese Herausforderung angegangen. Dazu war eine Reihe von Maßnahmen notwendig. Unter anderem wurde die komplette Produktpalette von Bihl+Wiedemann in Form eines Hardware-Katalogs in die Software aufgenommen. Die Zeiten, in denen man noch Datenblätter heraussuchen und die Eigenschaften des Sicherheitsmonitors und der Slaves manuell eingeben musste, sind damit vorbei. Künftig genügt ein Klick auf das entsprechende Gerät im Auswahlmenü, um sofort dessen mögliche Einstellungen in dieser Konstellation zu öffnen. Danach kann der Anwender direkt aus dem Drop-down-Menü auswählen, welche Komponenten er ganz konkret anschließen will.

Selbstverständlich lassen sich wie bisher auch Module anderer Hersteller von AS-i-Komponenten integrieren, jetzt nur einfacher. Schließlich gehört die Interoperabilität zu den großen Vorteilen von AS-i. Für diesen Zweck sind in der Software sogenannte Universalmodule hinterlegt. Darüber hinaus können Anwender in eigenen Katalogen produktspezifische Einstellungen für die häufig verwendeten AS-i-Komponenten erstellen, ablegen und direkt darauf zugreifen. Als Startpunkt dienen die Datensätze aus dem Produkt-Katalog, deren Default-Werte entsprechend den applikationsspezifischen Vorgaben modifiziert und im Anwender-Katalog angelegt werden.

Nach Abschluss der Hardware-Konfiguration erstellt das System selbstständig eine Art Basis-Setup, das bereits sämtliche Logik-Bausteine beinhaltet, die sich aus den zuvor vorgenommenen Hardware-Einstellungen ergeben. Hat der Anwender beispielsweise bei einem Slave angegeben, dass später daran ein Not-Halt angeschlossen wird, bietet ihm das System genau diesen Funktionsbaustein. In Zukunft ist es also gar nicht mehr möglich, den Modulen falsche Bausteine zuzuweisen. Und auch bei der Adressierung der Slaves sind Fehler passé.

Schritt für Schritt durch die Adressierung

Ein Assistent führt durch die komplette Inbetriebnahme und Verdrahtung jedes Moduls.

Ein Assistent führt durch die komplette Inbetriebnahme und Verdrahtung jedes Moduls. Bihl+Wiedemann

Im Anschluss an die Konfiguration tritt ein Inbetriebnahme-Assistent auf den Plan. Er führt Schritt für Schritt durch die Adressierung und Konfiguration der angeschlossenen Module. Als Erstes fordert der Assistent den Anwender auf, den Sicherheitsmonitor anzuschließen – dasselbe wiederholt sich mit jedem einzelnen Gerät, das für die jeweilige Anlage vorgesehen ist. Sollten an irgendeiner Stelle Probleme auftreten, gibt die Software leicht verständliche Erklärungen und bietet konkrete Hilfestellungen an. Und falls bei komplexeren Slaves zusätzliche Aktionen nötig sind, etwa das Einstellen von Schaltern, meldet sich der Assistent ebenfalls zu Wort. Die Software lässt den Anwender also zu keinem Zeitpunkt mit der Konfiguration und der Inbetriebnahme allein. Am Ende des Vorgangs sind alle Adressen eingestellt und die Konfiguration in die Geräte geladen.

Leichter Umstieg von konventioneller zu vernetzter Sicherheitstechnik

Das Sicherheitskonzept von AS-Interface verdankt seinen weltweiten Erfolg zu einem Teil der Tatsache, dass es beim Anwender kaum Wissen über AS-i voraussetzt. Um die Effizienzvorteile von AS-i zu nutzen, muss man weder Sicherheitsprofi sein noch bibeldicke Handbücher lesen. Das spart nicht nur Zeit und Nerven, es eröffnet auch die größtmögliche Freiheit im Hinblick auf den Personaleinsatz an der jeweiligen Anlage oder Maschine.

Die intuitive Software macht nicht nur bereits aktiven AS-i-Safety-Anwendern das Leben leichter, sondern auch all denen, die es werden wollen. Denn gerade im Bereich Anlagensicherheit arbeiten immer noch viele Anwender mit veralteter Parallelverdrahtung und verzichten auf den Effizienzgewinn durch moderne Bustechnik. ASIMON360 senkt die Hürde beim Wechsel von konventioneller zu automatisierter Sicherheitstechnik noch weiter – und hilft Geld zu sparen: Denn der Einsatz von AS-i Safety rechnet sich bereits bei kleinsten Funktionseinheiten mit wenigen sicherheitsgerichteten Signalen.