Die gegossenen Kontaktflächen zur Leistungselektronik müssen exakt plan und frei von Erhebungen sein

Die gegossenen Kontaktflächen zur Leistungselektronik müssen exakt plan und frei von Erhebungen seinKlaus Vollrath/Wagner

Von Wagner gibt es maßgeschneiderte Elektronikgehäuse, die von preisgünstigen low-cost-Ausführungen bis zu aufwendigen Hightech-Lösungen reichen. Sie halten extremen Temperaturen stand, wenden hohe Störpegel ab und schützen die elektronischen Baugruppen vor korrosiven Angriffen durch Feuchtigkeit, Salz und Betriebsflüssigkeiten. Daher schließen die Gehäuse dicht, was einwandfrei ausgebildete Stirnseiten der langen und zugleich äußerst dünnen Wandflächen voraussetzt.

Zudem dürfen sie trotz ihrer großen Flächen und dünnen Wänden keinen Verzug aufweisen, weil dies die automatisierte Verschraubung der Leiterplatten behindern würde. Gleichzeitig dienen die Gehäuse auch als Kühlkörper. Dies bedeutet, dass die Kontaktflächen zur Leistungselektronik exakt plan sein müssen. So würde bei einem Gehäuse für den HiFi-Verstärker eines PKWs der Oberklasse mit 400 W schon eine Ebenheitsabweichung von mehr als 100 µm ein Risiko für einen Ausfall der Elektonikbausteine bedeuten. Auch so genannte „Pickel“ dürfen die Oberflächengüte nicht schmälern: Schon eine einzige Erhebung von mehr als 150 µm könnte die hauchdünne Wärmeleitfolie zwischen Gehäuse und Elektronik durchdringen und einen Kurzschluss verursachen.