Die neu geründete Allianz will die Industrie 4.0 in Baden-Württemberg nähe an kleinere und mittelständische Unternehmen heranbringen.

Die neu geründete Allianz will die Industrie 4.0 in Baden-Württemberg nähe an kleinere und mittelständische Unternehmen heranbringen.Rainer Plendl – Fotolia.com

Wichtigstes Ziel ist dabei, Industrie-4.0-Anwendungen in produzierende, mittelständische Unternehmen zu bringen. Den Initiatoren ist es zudem ein Anliegen, dass die Kompetenzen in den Branchen Produktionstechnik, Automobilbau sowie Informations- und Kommunikationstechnik in Baden-Württemberg gebündelt werden.

Das Land Baden-Württemberg fördert über vier Jahre die Geschäftsstelle der ‚Allianz Industrie 4.0‘, die beim Landesverband des Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) in Baden-Württemberg angesiedelt ist. Insgesamt stehen der Allianz bis zu 14,5 Millionen Euro für Verbundforschungsprojekte, Transfermaßnahmen und andere Aktivitäten zur Verfügung. „Besonders kleinen und mittelständischen Unternehmen soll mit der Gründung dieser Allianz Orientierung für eigene Wege zu Produktions- und Dienstleistungskonzepten der digitalen Zukunft gegeben werden“, so der Vorsitzende des Lenkungskreises der Allianz, Dr. Manfred Wittenstein, Vorsitzender des Aufsichtsrates bei Wittenstein.

Neben der Sichtbarkeit des Landes als Zentrum für Industrie 4.0-Angebote stehen die Vernetzung der beteiligten Branchen und Technologiefelder sowie die Förderung von Innovationsprozessen im Mittelpunkt. Hierzu sollen in den drei Themensäulen ‚Cyber-physikalische Systeme‘, ‚IT-Systeme, Vernetzung, Geschäftsmodelle‘ sowie ‚Produktionsplanung und -steuerung‘ praxisrelevante Fragestellungen in enger Zusammenarbeit mit den Unternehmen vorangetrieben werden.

Die Fragestellungen sollen in drei Arbeitsgruppen ‚Arbeit und Organisation‘, ‚Technologien und Produkte‘ sowie ‚Transfer und Umsetzung in KMU‘ mit Experten- und Branchenwissen vertieft werden. Der baden-württembergische VDMA-Geschäftsführer Dr. Dietrich Birk betonte, dass die Allianz auch thematisch sensible Fragen behandeln wird: „Know-how-Schutz und Datensicherheit gehören ebenso dazu wie die Befähigung der Beschäftigten für das sich verändernde Aufgabenspektrum in der digitalen Produktionswelt.“